Schneewittchen

Schneewittchen wird von ihrer eifersüchtigen Stiefmutter verfolgt und findet Zuflucht bei sieben Zwergen. Doch die Königin gibt nicht auf und schmiedet immer neue Pläne, um sie aus dem Weg zu räumen.

Das Märchen Schneewittchen erzählt die Geschichte einer Prinzessin mit schneeweißer Haut. Verfolgt wird sie von ihrer eifersüchtigen Stiefmutter, der Königin. Diese besitzt einen magischen Spiegel, der ihr sagt, dass Schneewittchen schöner sei als sie selbst. Aus Neid befiehlt die Königin deshalb einem Jäger, Schneewittchen in den Wald zu bringen und zu töten. Der Jäger verschont die junge Frau jedoch, und so flieht diese tief in den Wald hinein. Dort entdeckt sie ein kleines Häuschen, in dem sieben Zwerge wohnen. Die wiederum nehmen die Frau bei sich auf, und sie wird gewissermaßen Teil der Zwergenfamilie.

Doch es dauert nicht lange, und die böse Königin erfährt durch ihren Zauberspiegel: Schneewittchen lebt noch und versteckt sich bei diesen kleinen Geschöpfen. Die Königin macht sich daraufhin auf den Weg zur Zwergenhütte, verkleidet als Händlerin. Sie versucht, Schneewittchen dreimal zu töten: Einmal dreht sie ihr einen vergifteten Kamm an, einmal führt sie ihr ein Kleid vor, das sie der jungen Frau bei der Anprobe viel zu eng schnürt. Schließlich gibt sie ihr einen giftigen Apfel, von dem Schneewittchen dann tatsächlich abbeißt.

Bei den ersten beiden Mordversuchen können die Zwerge ihren Gast noch retten – beim vergifteten Apfel jedoch nicht mehr. Schneewittchen fällt durch die Frucht in einen scheinbar tödlichen Schlaf, und die Zwerge legen sie in einen Sarg aus Glas. Schließlich findet ein Prinz die scheinbar Tote, und weil sein Diener den Sarg aus Versehen umwirft, fällt das vergiftete Apfelstück aus ihrem Mund. Daraufhin erwacht die junge Frau und heiratet den Prinzen. Die Stiefmutter aber wird für ihre Taten bestraft: Sie muss in glühenden Eisenpantoffeln tanzen, bis sie tot zusammenbricht.

Schneewittchen

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Die Hintergründe der Geschichte:

Schneewittchen gehört zu den bekanntesten Märchen, die die Brüder Grimm aufgeschrieben haben. Ursprünglich heißt die Geschichte dort „Sneewittchen“ – „Snee“ ist plattdeutsch für Schnee, und „witt“ heißt weiß. Sie enthält einige typische Motive von Volksmärchen: eine eifersüchtige Stiefmutter, magische Gegenstände oder den dunklen Wald, in dem seltsame Wesen leben und in dem gefahrvolle Prüfungen bestanden werden müssen.

In diesem Märchen tauchen auch Symbole auf, die bereits in vielen antiken Geschichten aus der Mittelmeerwelt vorkommen: etwa die giftige, verbotene Frucht oder der Spiegel, der Erkenntnis preisgibt. Auch die klischeehafte Vorstellung, dass Frauen sich vor allem durch ihre Schönheit auszeichnen (und sich diese gegenseitig neiden), ist ein uraltes literarisches Motiv.

Und jetzt noch ein Hinweis: In unserem Märchenmuseum erfahrt ihr mehr über den dunklen Wald, magische Zauberdinge und Frauen in verschiedenen literarischen Rollen.