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      Anregungen und Beschwerden nach § 24 Gemeindeordnung NRW

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      Die Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen (GO NRW) ermöglicht Einwohnern, die mindestens drei Monate im Gemeindegebiet wohnen, sich allein oder mit anderen an den Rat zu wenden, um Anregungen und Beschwerden vorzubringen. Der Hauptausschuss als zuständiger Ausschuss hat die Anregungen und Beschwerden inhaltlich zu prüfen. Soweit er nicht selbst zuständigkeitshalber entscheidet, überweist er sie an die zur Entscheidung berechtigte Stelle, zum Beispiel an einen Fachausschuss oder den Bürgermeister. § 24 Gemeindeordnung NRW

      Weiterer Medientauschtag in der Stadtbücherei

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      Weiterer Medientauschtag in der Stadtbücherei Die derzeit geschlossene Stadtbücherei bietet am kommenden Montag (29. Januar 2024) einen weiteren Medientauschtag an. Nutzerinnen und Nutzer können vorgemerkte Bücher oder bestellte Fernleihen abholen, Benutzerkonten aktivieren und ihren entliehenen Bestand austauschen. Dafür ist die Bücherei von 10-12 Uhr sowie von 16-18 Uhr geöffnet. Die Rückgabemöglichkeit über die Rückgabebox bleibt bestehen.

      Stadt baut digitales Angebot mit einem ‚Chatbot‘ aus

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      Mit einem Chatbot kommt die Stadtverwaltung den Bürgerinnen und Bürgern entgegen: Der neue Digitale Mitarbeiter steht 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche Rede und Antwort. Das neue digitale Angebot der Verwaltung kann zunächst Fragen aus den Bereichen kommunale Steuern, Bürgerbüro und Standesamt beantworten. Weitere Bereiche sollen nach und nach folgen. „Mit dem Chatbot gehen wir unseren Weg der Digitalisierung konsequent weiter“, unterstreicht Bürgermeister Lars Bökenkröger die Bedeutung dieses Bausteins aus der E-Government-Strategie der Stadt Bad Oeynhausen. Selbstverständlich werde die Verwaltung aber auch weiterhin für das persönliche Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehen. „Aber viele Menschen nutzen gerne digitale Angebote und denen möchten wir in ihren Alltagsgewohnheiten entgegenkommen.“ Auf der anderen Seite würden aber auch die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet, da viele Fragen bereits durch den Chatbot beantwortet werden können. Das neue Angebot ist ein vollwertiger Kontakt zur Stadtverwaltung. Sollte das System mal keine Antwort geben können, haben die Nutzer die Möglichkeit ihre Kontaktdaten zu hinterlassen, um eine Rückmeldung per Telefon oder E-Mail zu bekommen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen ihr Anliegen nur einmal vorbringen müssen und nicht etwa später am Telefon oder in einer E-Mail noch einmal alles schildern müssen. Der Chatbot beantwortet Fragen in natürlicher Sprache und basiert auf der Künstlichen Intelligenz „Watson“ von IBM. Auch ein einfaches Schlagwort ist ausreichend, um zur Antwort geleitet zu werden. Außerdem gibt es Vorschläge für weitere Fragen und Hilfestellungen, zum Beispiel zu Kosten und erforderlichen Unterlagen. Der Chatbot ist mehrsprachig, insgesamt kann zwischen 24 Sprachen gewählt werden. Die Übersetzungsfunktion basiert auf der Künstlichen Intelligenz der Firma DeepL. Die Leitung des Projekts Chatbot haben Julia Oepping, die im Bereich Organisation für die Umsetzung von E-Government-Projekten zuständig ist und Patrick Höwener, der Digitale Lotse des Bereichs Finanzen, übernommen. „Der wesentliche Vorteil bei der ausgewählten Software lag für uns darin, dass die Kolleginnen und Kollegen in der Verwaltung den Chatbot eigenständig trainieren können, sagt Projektleiter Patrick Höwener. Auch die insgesamt einfache Handhabung sei ein entscheidender Vorteil gewesen. Auch wenn der neue digitale Kollege jetzt an den Start geht, abgeschlossen ist die Arbeit des Projektteams damit noch lange nicht. „Im Projektteam haben wir den Chatbot in den vergangenen Wochen bereits trainiert und ihn mit einer breiten Datenbasis versorgt“, blickt Patrick Höwener auf einen Teil der bisherigen Arbeit zurück, „aber die Bürgerinnen und Bürger stellen Fragen womöglich anders als die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung oder verwenden andere Synonyme, so dass auch weiterhin ein kontinuierliches Training für den Chatbot erforderlich ist.“ Möglich ist aus dem Chatbot heraus zum Beispiel auch die Hundesteueranmeldung. Die Daten werden dann verschlüsselt an die Steuerabteilung gesandt. Der neue Service wird in das bereits bestehende erfolgreiche Serviceportal der Stadtverwaltung eingebunden. Hierüber erfolgt später auch die Verknüpfung mit anderen Formularen zu anderen Themen. Der Chatbot wird über einen QR-Code auch in Schreiben der Stadt eingebunden. So ist der digitale Service beispielsweise aus den städtischen Steuerbescheiden heraus künftig direkt aufrufbar und startet je nach Bescheid spezifische Anliegen, mit denen die häufigsten Fragen zum Bescheid beantwortet werden. Bei aller Moderne schafft der Name trotzdem eine Verbindung zur Tradition der Stadt Bad Oeynhausen. „Wir haben uns gemeinsam mit dem Projektteam für den Namen ‚Colon Sültemeyer‘ für den Chatbot entschieden,“ sagt der Bürgermeister. Dementsprechend werde der digitale Kollege auch als Colon stilisiert dargestellt. „Gerade im Jubiläumsjahr 175 Jahre Bad Oeynhausen verbinden wir damit auf besondere Weise Tradition und Moderne.“ Video zum Chatbot Colon Sültemeyer auf www.badoeynhausen.de

      Bad Oeynhausen feiert den Weltfrauentag 2026

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      Die Gleichstellungsstelle der Stadt Bad Oeynhausen, die Staatsbad Bad Oeynhausen GmbH, die VHS Minden/Bad Oeynhausen, der SI-Club Bad Oeynhausen/Wittekindsland und das Druckerei Begegnungszentrum laden zu einem besonderen Programm rund um den Weltfrauentag ein. Den Auftakt macht am Freitag, 6. März 2026, um 19:30 Uhr die „KommDisko – Women only!“ in der Druckerei. Die Tanzveranstaltung richtet sich ausschließlich an Frauen, Mädchen und FLINTA und schafft bewusst einen geschützten Raum ohne Erwartungsdruck und ohne unerwünschte Blicke. Im Mittelpunkt stehen Gemeinschaft, Selbstbestimmung und pure Lebensfreude. Gefeiert werden Stärke und Zusammenhalt – ausgelassen, achtsam und solidarisch. Der Erlös des Abends kommt verschiedenen Frauenprojekten zugute. Veranstaltet wird die Disko von den Soroptimisten, der VHS und der Druckerei. Tickets kosten im Vorverkauf 10 Euro zuzüglich Gebühr, an der Abendkasse 14 Euro. Am Sonntag, 8. März 2026, erwartet Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreicher Kultur- und Begegnungstag. Um 14:30 Uhr lädt das Staatsbad Orchester in die Wandelhalle zu einem Konzert unter dem Titel „Werke von und für Frauen“ ein. Zu hören sind sowohl Kompositionen von Frauen als auch berühmte Werke, die für Frauen geschrieben wurden – ein musikalischer Streifzug durch unterschiedliche Epochen und Perspektiven. Um 15:00 Uhr startet am Monopteros (kleiner Trinkpavillon hinter der Tourist Information) im Kurpark die Stadtführung „Starke Frauen“ . Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten, die Bad Oeynhausen geprägt haben: Frauen aus Hannover, München, Frankreich oder Köln, die als Journalistinnen, Ärztinnen, adelige Töchter oder Krankenschwestern ihre Wahlheimat nachhaltig beeinflussten. Auch die Tänzerin Molly Monroe, die in den 1920er Jahren die Kurstadt begeisterte, sowie Prof. Klothilde Gollwitzer-Meyer, deren Herz-Forschungen die Stadtentwicklung bis heute prägen, werden gewürdigt. Die fachkundige Führung erinnert an herausragende Lebenswege und bislang wenig erzählte Kapitel der Stadtgeschichte. Veranstalter ist die Staatsbad GmbH , der Eintritt beträgt 9 Euro. Am Abend folgt um 18:00 Uhr im Theater Bad Oeynhausen das Netzwerk-Event „DIVAS, LADIES, GRRRLS!“ – eine Mischung aus Kabarett, Varieté und Begegnung. Andrea Volk, bekannt durch das Format „Ladies Lacht“, bringt Humor mit politischem Tiefgang auf die Bühne. Gemeinsam mit Diva La Kruttke verbindet sie Glamour, Gesang und selbstbewusste Selbstironie mit aktuellen Fragen rund um Rollenbilder, Care-Arbeit und gesellschaftliche Erwartungen. Das Event lädt Frauen aller Generationen – und ausdrücklich auch die Männer, die sie begleiten möchten – zum gemeinsamen Feiern und Austausch ein. Der Eintritt beträgt 30 Euro und ist online hier erhältlich. Ein Kombi-Ticket für Führung, Theaterbesuch und Piccolo ist für 35 Euro ausschließlich in der Tourist Information erhältlich. Ebenfalls am Sonntag um 18:00 Uhr findet im Jugendzentrum Oeynwerk! der Kinofilm „Ein Tag ohne Frauen“ mit Sektempfang statt. Die Dokumentation erinnert an den historischen Frauenstreik in Island am 24. Oktober 1975, als mehr als 90 Prozent der Frauen ihre Arbeit niederlegten und das Land zum Stillstand brachten. Zeitzeuginnen berichten eindrucksvoll und auch mit Humor von diesem bedeutenden Tag, der die Gleichstellung nachhaltig beeinflusste. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung per E-Mail an Gleichstellungsstelle@badoeynhausen.de ist aufgrund begrenzter Plätze erforderlich.

      Die besten Plätze für die Ferienspiele sichern

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      Die Jugendförderung der Stadt Bad Oeynhausen hat für die Ferien wieder ein umfangreiches Angebot für die Ferienspiele aufgestellt. Die Kinder können sich auf eine Reise nach Hogwarts begeben, beim großen Kochen und Backen dabei sein oder Bouldern gehen. Die Anmeldung ist ab kommenden Montag (29.08.2022) ab 18 Uhr online möglich. Das Programmheft für die Herbstferienspiele ist bereits an die Schulen verteilt worden. Eine Übersicht und die Anmeldeseite finden Sie hier .

      Stadtarchiv

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      Willkommen im Stadtarchiv Bad Oeynhausen! Wir sind das „Gedächtnis der Stadt“. Haben Sie Fragen zur Stadtgeschichte oder zu Ihrer Familie dürfen Sie die bei uns aufbewahrten Unterlagen gerne einsehen. Sprechen Sie uns an! Über uns Aufgaben, Zuständigkeiten und Kontakt Geschichten aus dem Stadtarchiv Neues aus der ArchivBOx Stolpersteine NRW Gegen das Vergessen WAS gibt's [zu sehen]? Archivbestände im Überblick WIE geht's? Hinweise rund um die Nutzung des Stadtarchivs Veröffentlichungen zur Stadtgeschichte Bad Oeynhausens Informationen und Bestellmöglichkeiten

      Über den Museumsgründer

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      Über den Museumsgründer Dr. Karl Paetow: Stifter und Gründer des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums Bad Oeynhausen Schulzeit & Ausbildung Der Stifter und Gründer des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums, Dr. Karl Paetow , wurde am 19. März 1903 in Fürstenwalde an der Spree geboren. Sein Abitur legte er an der Oberrealschule I in Kassel ab. Im Jahre 1921 nahm er das Studium der Kunstgeschichte, Germanistik und Volkskunde in Göttingen, Frankfurt/M., München, Köln, Bonn und Berlin auf. Er schloss seine Studien 1928 in Leipzig mit der Dissertation Klassizismus und Romantik auf Wilhelmshöhe ab, in der sich Paetow mit der Baugeschichte der Anlagen auf der Kasseler Wilhelmshöhe beschäftigte. Von der Romantik beeinflusst, hatte Paetow in seiner Jugend dem Wandervogel angehört, einer bürgerlichen Jugendbewegung, die das Wandern propagierte, um durch das Naturerleben die Rückbesinnung auf eine ursprüngliche Volkskultur zu erreichen. Frühe berufliche Stationen Nach Lehrjahren am Hessischen Landesmuseum war Karl Paetow vorübergehend am Museum am Augustplatz in Leipzig tätig, bevor er im Jahre 1930 in Stolp/Słupsk (Ostpreußen, heute Polen) die Leitung des dortigen Museums übernahm. In Stolp lernte Paetow auch Charlotte Pasche kennen, die er im November 1934 heiratete. Seine Tätigkeit in Stolp war im März 1933 beendet, da die Museumsleiterstelle aus Kostengründen eingespart wurde. Paetow kehrte daraufhin wieder nach Kassel zurück. Mitgliedschaft NSDAP & Rassenideologie Am 1. Mai 1933 trat Karl Paetow der NSDAP bei. Aus seinem Briefwechsel mit dem von ihm verehrten Hans Grimm, dem Verfasser des Buches „Volk ohne Raum“ und einem der Lieblingsautoren Hitlers, wird deutlich, dass Paetow – zumindest in den 1930er- und 1940er-Jahren – völkischem und antisemitischem Gedankengut anhing. In einem im August 1939 an Hans Grimm gerichteten Brief beschrieb Paetow die „Arier“ als „Hauptspross“ und „Herzkeim“ in der Entwicklung der menschlichen Rassen, andere Rassen seien bloße „Seitentriebe“ geringerer biologischer Qualität. Aufgabe des „Ariers“ sei es, „in ständiger Selbstüberhöhung die anderen Wesen und Gattungen aus sich heraus[zu]scheide[n]“, um sich dadurch fortzuentwickeln. Auf der Strecke bleibe dabei nur, was „vermanscht“ und „entedelt“ sei. In Kassel übte Paetow im Jahre 1934 zeitweise das Amt des Gauvolkstumswarts bei der NS-Organisation Kraft durch Freude aus. Er übernahm weitere Ämter in der NSDAP; so leitete er im Jahre 1935 zeitweise die Unterabteilung „Volkstum und Heimat“ im Kreisstab der NSDAP sowie etwas später das NSDAP-Kreisarchiv. Am 1. April 1935 wurde Paetow in Kassel Leiter der Stadtforschungsstelle. Im Jahre 1938 blickte Paetow auf seine Tätigkeit zurück: Die Stelle sei „von vornherein auf eine nationalsozialistische Zielrichtung eingestellt“ gewesen. „Blut- und Sacherbe des heimatlichen Raumes sollten gehoben, den Menschen zum Bewusstsein und für die Gegenwart fruchtbar gemacht werden. Denn nur was dem Leben dient hat ein Recht auf Leben.“ Kriegsdienst und Beteiligung am NS-Raubkunst-Programm in Paris Seinen Kriegsdienst leistete Paetow in Russland ab, wo er im Juli 1941 bei Smolensk schwer verwundet wurde. Nach seiner Genesung wurde Paetow – aufgrund eigenen Bemühens – nach Paris versetzt, wo er für den Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg (ERR), einer Rauborganisation der NSDAP, tätig wurde und mitwirkte, Kunstgegenstände aus jüdischem Eigentum und französischen Sammlungen für das Deutsche Reich zu rauben. Später wurde er in Rosenbergs Amt für Volkskunde versetzt. Rose Valland, eine französische Kunsthistorikerin und Widerstandskämpferin, beschrieb Paetow als „gefährliche Person und typischen Nazi“, der die Aufgabe gehabt habe, jüdische Haushalte in Paris zu inventarisieren und Kunstgegenstände zu beschlagnahmen. In Briefen aus Paris an seine Frau äußerte sich Karl Paetow voller Begeisterung über seine neue Tätigkeit: „Wir sind in großen eiligen Aufgaben, arbeiten für Göring und s.w. Uns gehen schwindelhafte Werte durch die Hände. Man kann viel lernen.“ Auch über den Besuch des Reichsmarschalls Hermann Göring im Museum Jeu de Paume berichtete Paetow seiner Frau: „Erstarre in Ehrfurcht! Die Hand, die Du so oft in der Deinen gehalten hast, sie hat in der fleischigen grossen Faust Görings gelegen, ist von ihr gedrückt worden.“ Seine antisemitische Grundhaltung legte Paetow auch in Paris nicht ab. Noch am 28. Januar 1943 – die Kapitulation der 6. Armee in Stalingrad stand kurz bevor – schrieb Paetow seiner Frau: „Gott wird und kann uns nicht fallen lassen, er würde sich selbst widersprechen. Und wenn er ein Wunder sendet – es muss geschehen, dass Adolf Hitler die Welt neu aufbaut mit seinen arischen Völkern. Und das Judentum, welches alles dies auf dem Gewissen hat, zerschmettert wird.“ Nachkriegszeit und Gründung des Märchen- und Wesersagenmuseums in Bad Oeynhausen Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft wurde Paetow, der im Jahre 1948 als „Mitläufer“ entnazifiziert wurde, von der Stadt Kassel entlassen; er war danach längere Zeit arbeitslos. Am 9. November 1951 wurde Paetow hauptamtlicher Leiter des Kreisheimat- und Tabakmuseums in Bünde. Kontakte nach Bünde bestanden über Friedrich Langewiesche, den Paetow während des Krieges kennengelernt hatte und der sich nun für Paetow einsetzte. Seit 1953 war Karl Paetow Mitglied der neugegründeten Autorenvereinigung »Die Kogge«, der auch weitere Schriftsteller (Agnes Miegel, Manfred Hausmann, Ina Seidel, Hans Friedrich Blunck etc.) angehörten, die aus der Zeit des „Dritten Reiches“ keineswegs unbelastet hervorgegangen waren. Paetow sammelte Sagen und Märchen aus dem Weserraum und veröffentlichte mehrere Bücher zu diesem Thema. Im Jahre 1967 erhielt er den Sonderpreis der »Kogge« für seine Sagen- und Märchenbücher. In den 1960er und 1970er Jahren trat Paetow als Vortragender u.a. beim »Freundeskreis Walter Jantzen«, in der »Wilhelm Kotzde-Kottenrodt-Gemeinde« und im »Arbeitskreis für deutsche Dichtung« in Erscheinung, in denen sich Personen mit unbewältigter und unreflektierter nationalsozialistischer Vergangenheit zu Literaturgesprächen trafen. Auch zu dem Ehepaar Werner und Ursula Haverbeck (Holocaustleugner) bestanden freundschaftliche Kontakte. Am 31. März 1968 wurde Karl Paetow als Bünder Museumsleiter in den Ruhestand verabschiedet. Nach seiner Pensionierung betätigte sich Paetow ab 1973 als Stifter und Gründer des Märchen- und Wesersagenmuseums in Bad Oeynhausen, dem er noch einige Jahre vorstand. Sowohl in Bünde als auch in Bad Oeynhausen wirkte Karl Paetow als überaus engagierter und fleißiger Museumsleiter. Durch permanente Pressearbeit sorgte er dafür, dass die von ihm betreuten Museen im öffentlichen Bewusstsein blieben und dass sich die Besucherzahlen positiv entwickelten. In Bad Oeynhausen veranstaltete Paetow z.B. Märchentage und eine Kinderkulturwoche , die überregionale Beachtung fanden. Auch Fernsehteams waren häufiger Gast im Bad Oeynhausener Museum. Menschen, die Paetows Art der Präsentation kritisierten, trat er allerdings durchaus konfliktbereit entgegen. Er reagierte auch sehr empfindlich, wenn jemand an seinen zahlreichen Publikationen etwas auszusetzen hatte. Dr. Karl Paetow, dem im Jahre 1980 auf Vorschlag des Förderkreises des Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseums im Mindener Kreishaus das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden war, starb am 23. Oktober 1992 in Bad Oeynhausen. Er wurde in Bünde auf dem Stadt- und Amtsfriedhof am Nordring beigesetzt. Über Paetows genaueren Lebenslauf, speziell über sein Wirken im „Dritten Reich“, war bei seinen Tätigkeiten als Museumsleiter in Bünde und Bad Oeynhausen nur wenig bekannt. Erst durch neuere Forschungen kamen immer weitere Details aus Paetows Leben zum Vorschein, die eine Neubewertung des früheren Museumsleiters nötig machen. Quellen Stadtarchiv Bad Oeynhausen, Bestand NL 8 (Nachlass Paetow) Norbert Sahrhage, Bünde. Stadt und Amt von 1719 bis 1990, Bielefeld 2019, S. 469. Thomas Vordermayer, Bildungsbürgertum und völkische Ideologie, Berlin 2016, S. 311ff. Deutsches Märchen- und Wesersagenmuseum Am Kurpark 3 32545 Bad Oeynhausen Stadtplan Telefon: +49 (0) 5731 14 - 3410 E-Mail: museum@badoeynhausen.de Öffnungszeiten Mittwoch - Sonntag 11:00 – 13:00 Uhr und 14:00 – 18:00 Uhr Links Impressum Datenschutz / Informationspflichten Cookieeinstellungen Erklärung zur Barrierefreiheit Bildnachweis Hinweisgebersystem Feedback

      Erinnerungsorte

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      Erinnerungsorte in Bad Oeynhausen Erinnerungsorte sind sichtbare und oft zugleich stille Zeugnisse der Geschichte einer Stadt. In Bad Oeynhausen prägen sie das öffentliche Bewusstsein für Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen. Sie machen historische Ereignisse, persönliche Schicksale und gesellschaftliche Entwicklungen im Stadtraum erlebbar und schaffen Räume des Innehaltens und der Auseinandersetzung. Besonders die Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus, an Zwangsarbeit, Verfolgung und Krieg, ist in der Stadt durch unterschiedliche Gedenkorte und Mahnmale präsent. Diese Orte laden dazu ein, sich mit der lokalen Geschichte auseinanderzusetzen und Verantwortung für eine lebendige Erinnerungskultur zu übernehmen. Mahnmale und Gedenkstätten Mahnmal Eidinghausen Standort Vorplatz der Eidinghausener Kirche, Apostelstraße, Bad Oeynhausen-Eidinghausen Entstehung Anfertigung: 1974 Einweihung: 8. September 1974 Künstler: Bildhauermeister Theodor Henke (Werste) Beschreibung Das Mahnmal wurde gemeinsam mit einer Stützmauer, Podesten, einer Gartenanlage sowie einer Beleuchtung gestaltet. Im Zuge der Maßnahme entstanden außerdem rund 37 Parkplätze. Eigentum und Pflege Eigentümer: Evangelische Kirchengemeinde Eidinghausen Unterhaltung: Mahnmal: Stadt Bad Oeynhausen Parkplätze und Grünanlagen: Evangelische Kirchengemeinde Eidinghausen Fördernde Evangelische Kirchengemeinde Eidinghausen Ehrenmal Eidinghausen Standort Friedhof Eidinghausen, Bad Oeynhausen-Eidinghausen Eigentum und Pflege Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen (seit Übergabe 1977) Ursprünglicher Eigentümer: Evangelische Kirchengemeinde Eidinghausen Mahnmal „Kriegerdenkmal“ Standort An der Auferstehungskirche, Ostkorso, Bad Oeynhausen Entstehung Anfertigung und Aufstellung: 1927 Architekt: Ernst Spilker Bildhauer: Finkeldey Eigentum und Pflege Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen (Denkmal) Grundstück: Staatsbad Bad Oeynhausen Pflege: Staatsbad Bad Oeynhausen Fördernde Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Oeynhausen Mahnmal „Roland“ Standort An der Auferstehungskirche, Ostkorso, Bad Oeynhausen Entstehung Neubau und Neugestaltung: 1966 Einweihung: 2. Juni 1966 Künstler: Bildhauermeister Theodor Henke (Werste) Beschreibung Dreiflächiges Ehrenmal aus Sandstein. Eigentum Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen (Denkmal) Grundstück: Staatsbad Bad Oeynhausen Pflege: Mahnmal: Stadt Bad Oeynhausen Gärtnerische Gestaltung: Staatsbad Bad Oeynhausen Ehrenmal Rehme Standort Schulhof Rehme, Bad Oeynhausen-Rehme Entstehung Anfertigung: 1926/1927 Beschreibung Das Ehrenmal entstand durch den freiwilligen Arbeitseinsatz von Mitgliedern der Vereine, der Kirchengemeinde, der Feuerwehr und der Schule. Es trägt drei Tafeln mit den Namen der Kriegstoten. Eigentum und Pflege Eigentümer: SGH Pflege: Heimatverein Fördernde Spendeneinnahmen Kriegsmahnmal Rehme Standort Friedhof Mooskamp, Bad Oeynhausen-Rehme Entstehung Fertigstellung: 1976 Einweihung: 14. November 1976 Umgestaltung: 1988 Künstler: Bildhauermeister Theodor Henke (Werste) Beschreibung Mahnmal aus Basalt-Lava-Gestein (ca. 3,3 × 2,8 × 0,6 m). Eigentum und Pflege Eigentümer: Evangelische Kirchengemeinde Rehme Pflege: Evangelische Kirchengemeinde Rehme Fördernde Stadt Bad Oeynhausen Gedenkstätte „Selliner Gedenkstätte 1945“ Standort Bad Oeynhausen-Bergkirchen Entstehung Aufstellung: 1974 Einweihung: 14. Juli 1974 Beschreibung Gedenkstätte mit der Inschrift „Selliner Gedenkstätte 1945“. Eigentum und Pflege Kirchengemeinde Bergkirchen Fördernde Stadt Lübbecke, Stadt Bad Oeynhausen sowie Selliner Bürgerinnen und Bürger Ehrenmal Wulferdingsen Standort Zwischen Grundschule und Feuerwehrhaus, Wulferdingsen Entstehung Anfertigung: Ende der 1950er Jahre Neugestaltung: 1989 Einweihung: 19. November 1989 Beschreibung Natursteinplatte aus Obernkirchener Sandstein mit eingraviertem Kreuzsymbol und Inschrift auf einem Granitsockel. Eigentum und Pflege Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen Pflege: Vereinsring Wulferdingsen Gedenkstätte Familie Grünenklee Standort Ecke Volmerdingsener Straße / Oeringsener Straße, Volmerdingsen Entstehung Aufstellung: 1988 Einweihung: 9. November 1988 Beschreibung Gedenktafel mit einem Zitat von George Santayana sowie einer Erinnerung an Hermann, Bertha, Heinz und Ilse Grünenklee und alle weiteren jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Ergänzt wird die Gedenkstätte durch eine Tafel mit hebräischer Übersetzung. Eigentum und Pflege Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen Pflege: Stadt Bad Oeynhausen Ehrenmal Oberbecksen Standort Borweg / Babbenhausener Straße, Oberbecksen Entstehung Aufstellung: um 1925 Instandsetzung: 1996 Eigentum und Pflege Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen Pflege: Heimatverein Rehme Euthanasie-Mahnmal Standort Vor der Kapelle des Wittekindshofs, Bad Oeynhausen Entstehung Aufstellung: 1995 Einweihung: 29. September 1995 Künstler: Helmut Lander (Darmstadt) Beschreibung Skulptur mit drei Figuren und der Inschrift: „Das Geheimnis der Versöhnung heißt Erinnerung.“ Größe: ca. 200 × 158 × 30 cm. Eigentum und Pflege Eigentümer: Diakonische Stiftung Wittekindshof Pflege: Kirchengemeinde Volmerdingsen Fördernde Stadt Bad Oeynhausen Grabstätte Krutmeyer Standort Friedhof Rehme Eigentum und Pflege Eigentümer: Evangelische Kirchengemeinde Rehme Fördernde Land Nordrhein-Westfalen, Landeskirchenamt, Stadt Bad Oeynhausen sowie Spenden Mahnmal Dehme Standort Bad Oeynhausen-Dehme Eigentum und Pflege Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen Pflege: Stadt Bad Oeynhausen Mahnmal Volmerdingsen Standort Pfarrer-Dustmann-Straße, Volmerdingsen Eigentum und Pflege Eigentümer: Stadt Bad Oeynhausen Pflege: Anwohnerinnen und Anwohner der Kirchengemeinde Volmerdingsen Mahnmal Bergkirchen Standort Bergkirchen Beschreibung Mahnmal mit der Aufschrift „Verband der Heimkehrer“. Eigentum und Pflege Eigentümer: Bussche-Hünnefeld Pflege: Frau Trenkenschuh Gedenkbrunnen Auferstehungskirche Der Gedenkbrunnen vor der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen wurde als Mahnmal zur Erinnerung an die während der NS-Zeit verfolgten und ermordeten jüdischen Bürgerinnen und Bürger der Stadt geschaffen. Im Jahr 2020 wurde die Anlage umfassend saniert und wieder instand gesetzt. Der Brunnen ist heute ein zentraler Ort des Gedenkens im öffentlichen Raum und wird regelmäßig in die lokale Erinnerungskultur einbezogen. Gedenktafeln Stele auf dem Friedhof Mooskamp Auf dem Friedhof Mooskamp in Bad Oeynhausen erinnert eine Stele an die Kinder von Zwangsarbeiterinnen, die während des Zweiten Weltkriegs in der Stadt geboren wurden und hier zunächst ihre erste Ruhestätte fanden. Viele von ihnen starben nur wenige Tage oder Monate nach der Geburt. Die Gedenktafel macht dieses lange verdrängte Kapitel der Stadtgeschichte sichtbar und würdigt die „vergessenen Opfer“ der NS-Zwangsarbeit. Heute erinnern die genannten Namen und Schicksale an das Leid der Familien und mahnen zum bewussten Umgang mit der Vergangenheit. Werre-Park 1. Gedenktafel am Haupteingang: Ehemalige Weserhütte Die Gedenktafel erinnert an die Geschichte des traditionsreichen Eisenwerks, das an diesem Standort Bagger und Großförderanlagen produzierte und ein bedeutender Arbeitgeber in der Region war. Die Einweihung fand im April 2012 statt. 2. Gedenktafel am Werre-Radweg: Zwangsarbeit & Kriegsopfer Die Tafel informiert über das Schicksal von etwa 2100 verschleppten Zwangsarbeitern, die während des Zweiten Weltkriegs unter anderem bei der Weserhütte arbeiten mussten. Zudem wird an die 192 Opfer eines verheerenden Bombenangriffs an Karfreitag 1945 erinnert. Der Gedenkort ist direkt am Werreradweg, auf Höhe des Werreparks, als Sitzbank mit einer Pulttafel angelegt. Weststr. Am Standort der ehemaligen Kurpension „Haus Bromberg“ (auch bekannt als „Judenhaus“ oder „Ghettohaus“) in der Weststr. 8a erinnert heute eine installierte Gedenktafel an die Geschichte des Gebäudes. Es war im Herbst 1941 zur Zwangsunterkunft („Judenwohnung“) für die letzten jüdischen Bürger Bad Oeynhausens deklariert worden.

      Änderungen beim Zugang zum Bürgerbüro

      Relevanz:

      Für einen Besuch im Bürgerbüro der Stadt Bad Oeynhausen ist ab Anfang Juli für montags ein vorher vereinbarter Termin erforderlich. Besuche am Dienstag sind dagegen ab Juli wieder ohne Termin möglich. Damit ist das Bürgerbüro ab Juli dienstags, mittwochs und freitags für sämtliche Anliegen ohne Termin geöffnet. Der Donnerstag bleibt unverändert ein reiner Termintag. Das Abholen von Ausweisen und neu ausgestellten Führerscheinen ist montags und donnerstags auch ohne Termin möglich.

      Verwaltung zum Jahreswechsel geschlossen

      Relevanz:

      Die Dienststellen der Stadt Bad Oeynhausen sind vom 24. bis 26. Dezember sowie vom 31. Dezember bis zum 2. Januar geschlossen. Für Sterbefälle ist am 02.01.2026 eine Rufbereitschaft des Standesamtes eingerichtet. Die Bestatter und Krankenhäuser sind darüber informiert. Zwischen Weihnachten und Neujahr am Montag, den 29. Dezember und am Dienstag, den 30. Dezember bietet die Stadt Bad Oeynhausen den Bürgerinnen und Bürgern ihre Dienstleistungen zu den gewohnten Öffnungszeiten. Die Online-Services sind durchgehend nutzbar.

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      Stadt Bad Oeynhausen

      Der Bürgermeister
      Ostkorso 8
      32545 Bad Oeynhausen
      Stadtplan

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      Telefon: +49 (0) 5731 14 - 0
      Telefax: +49 (0) 5731 14 - 1900
      E-Mail: info@badoeynhausen.de

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