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Stadt Bad Oeynhausen

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Wohnbauflächen im Stadtgebiet

Beispiele für Handlungsoptionen und Instrumente

Im Rahmen der Analysen zum "Handlungskonzept Wohnen" (empirica ag, 2018) und zum Fachbeitrag "Allgemeiner Siedlungsbereich im Regionalplan OWL 2035" (Drees & Huesmann, 2018), ist für das Stadtgebiet von Bad Oeynhausen eine gravierende Fehlentwicklung zu Tage getreten:

Unbebaute Reserven

Es hat sich herausgestellt, dass etwa 78,6 ha der im Flächennutzungsplan dargestellten Wohnbauflächen noch als unbebaute „Reserve“ vorliegen. Dieser Wert wird durch die vielen im Stadtgebiet verstreuten unbebauten Grundstücke gebildet und ist für die Größe der Stadt Bad Oeynhausen überproportional hoch. Diese unbebauten Grundstücke sind ausnahmslos in Privateigentum. Rückblickend ist davon auszugehen, dass der überwiegende Teil der Grundstücke mangels Initiative oder zwecks der Wertschöpfungsabsicht nicht bebaut wurde.

Knapp die Hälfte (48,86%) der im FNP erfassten Wohnbauflächenreserven (38,4 ha von 78,6 ha) unterliegt zudem der rechtsverbindlichen Bauleitplanung. Es handelt sich dabei um Flächen, die in Geltungsbereichen von Bebauungsplänen liegen. Teilweise sind diese Bebauungspläne um die dreißig Jahre alt und in beachtlichen Teilen bis heute nicht umgesetzt. Für die zukünftige Stadtentwicklung stellt dieser Sachverhalt ein enormes Handlungsproblem dar.

Die Stadt Bad Oeynhausen kann auf der Ebene der vorbereitenden Bauleitplanung (FNP) aktuell kaum und zukünftig nahezu keine neuen Wohnbauflächen darstellen. Bisher war eine Neudarstellung von zusätzlichen Wohnbauflächen im FNP nur möglich, wenn dafür seitens der Stadt an anderer Stelle im Stadtgebiet Wohnbauflächen aus der Darstellung „Wohnbaufläche“ herausgenommen wurden. Das konnte zuletzt nur in einem für die Stadt sehr ungünstigen Verhältnis von 2 : 1 (alt : neu) durchgeführt werden. Große und zusammenhängende Wohnbauflächen im FNP, aus denen über einen Bebauungsplan ein neues Wohngebiet entstehen könnte, kann die Stadt Bad Oeynhausen in den kommenden Jahren nicht mehr vorweisen. Die Stadt Bad Oeynhausen verfügt nicht mehr über ein entsprechendes eigenes Wohnbauflächenkontingent und hat bisher keine Grundstücke verwaltet bzw. selbst zur „Baureife“ gebracht, um diese den Bürgerinnen und Bürgern zu einem attraktiven Preis zur Verfügung zu stellen. Diesem Mangel an „unmittelbar verfügbarer“ Wohnbaufläche steht ein enormer Druck bzw. eine große Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum gegenüber.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat sich zudem im April 2018 (VO/18/1170-1) das Ziel gesetzt, die Einwohnerzahl auf dem Stand von 2017 zu halten, um die städtische Infrastruktur nachhaltig zu betreiben und weiter zu entwickeln. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen pro Jahr im Durchschnitt 125 neue Wohneinheiten (WE) fertiggestellt werden. Kurz- bis mittelfristig ist diese Zielvorgabe durch den Umbau des Gebäudebestandes sowie der Schließung von Baulücken im Stadtgebiet nicht realisierbar.

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