Stadtteile

Die Stadt Bad Oeynhausen besteht heute aus insgesamt 8 Stadtteilen. Hierzu gehören Bad Oeynhausen, Dehme, Eidinghausen, Lohe, Rehme, Volmerdingsen, Werste und Wulferdingsen.

Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Stadtteile und was jeden Einzelnen so besonders macht.

Der Ortsteil Bad Oeynhausen bildet mit seiner zentralen Lage die Innenstadt. Er grenzt im Norden an die Stadtteile Werste und Eidinghausen, im Osten an den Ortsteil Rehme sowie im Süden an den Ortsteil Lohe. Westlich liegt das Gebiet der Stadtteil Gohfeld der Stadt Löhne.

Das Gebiet des heutigen Ortsteils Bad Oeynhausen war bis weit ins 18. Jahrhundert hinein bäuerlich geprägt mit verstreut liegenden Gehöften. Eines dieser Gehöfte gehörte der Familie Sültemeier. Die Schweine des Colon Sültemeier sollen der Sage nach die solehaltigen Quellen entdeckt haben, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts zum Bau mehrerer Gradiergebäude und Siedegebäude geführt haben und dem Gebiet den Namen „Neusalzwerk“ oft in Verbindung mit dem Zusatz „bei Rehme“ und "Solbad Neusalzwerk“ eingebracht haben.

Tatsächlich gehörte Neusalzwerk in dieser Zeit zur bereits vorhandenen Gemeinde Rehme. Im Jahr 1848 verlieh der preußische König Friedrich Wilhelm IV. dem jungen Bad den Namen „Oeynhausen“ zu Ehren des Berghauptmanns Freiherr von Oeynhausen, der zwischen 1830 und 1845 für die Erschließung der artheischen Heilquellen mittels Bohrung verantwortlich war.

Bereits in dieser Zeit nutzten mehrere privat betriebene Bäder das Heilwasser. Die privaten Heilbäder wurden 1845 verstaatlicht und offiziell konzessioniert. In der Folge entstand der von Gartenarchitekt Peter Joseph Lenné gestaltete Kurpark, um den herum schließlich der Ortsteil Bad Oeynhausen wuchs. 1860 ordnete der spätere Kaiser Wilhelm I in seiner Funktion als Prinzregent des Königreichs Preußen die Gründung des Bades als Stadt an.

Bis zur Jahrhundertwende und noch darüber hinaus entstand die heutige Innenstadt mit ihren vielen Villen und repräsentativen Gebäuden. Auch der Kurpark mit dem Kaiserpalais und den Badehäusern nahm seine heutige Gestalt an.

Verwaltungssitz ist seit Ende der fünfziger Jahre das Rathaus am Ostkorso. Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform im Jahr 1973 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden und das Amt Rehme auf dem heutigen Stadtgebiet aufgelöst und in der heutige Stadt Bad Oeynhausen zusammengefasst. Das ehemalige Rathaus des Amtes Rehme am Schwarzen Weg dient heute als Technisches Rathaus der Stadt Bad Oeynhausen.

Prägend für den Ortsteil Bad Oeynhausen ist der Kurpark mit seinen umliegenden Kurkliniken. Medizinisch überregionale Bedeutung hat der Ortsteil Bad Oeynhausen durch den Sitz des Herz- und Diabeteszentrums an der Georgstraße unmittelbar neben dem Krankenhaus Bad Oeynhausen.

Der Stadtteil Dehme hat eine umfangreiche Geschichte. Der Stadtteil grenzt im Osten, teilweise durch die Weser getrennt, an die Stadtteile Costedt und Barkhausen der Stadt Porta Westfalica. Im Westen grenzt Dehme an Eidinghausen, im Süden an Rehme und im Norden an die Stadtteile Häverstädt und Dützen der Stadt Minden.

Dehme wird im Jahr 1088 das erste Mal in einer Urkunde von Bischof Benno II. von Osnabrück erwähnt. Doch die Denkmalgeschichte von Dehme reicht noch viel weiter. Die Dehmer Burg ist in ihren Anfängen auf die vorrömische Eisenzeit (500 v.Chr.) zu datieren. Von der Befestigungsanlage sind heute nur noch etwa 1 m hohe Wallreste vorhanden.

Das wohl größte Wahrzeichen Dehmes ist der Glockenstuhl in der Dorfmitte. Aber auch das Flößerdenkmal befindet sich in Rehme. Das an der Weser gelegene Denkmal erinnert daran, dass bereits vor 1000 Jahren Waren von den Ufern von Werra, Fulda und Oberweser auf aus Stammholz bestehenden Flößen in Richtung Nordsee transportiert wurden.

Mit der Denios AG hat einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region zudem seinen Sitz in Dehme. Entlang der Weser verläuft von Rehme kommend mit dem Weserradweg einer der beliebtesten Radfernwege Deutschlands durch Dehme in Richtung Porta Westfalica-Barkhausen.

Der Stadtteil Eidinghausen liegt mitten im Oeynhausener Stadtgebiet. Umgeben von Volmerdingsen im Norden und Werste im Westen, Dehme und Rehme im Osten und Bad Oeynhausen im Süden grenzt er im Norden zusätzlich an die Stadtteile Dützen und Hadenhausen der Stadt Minden.

Eidinghausen wurde erstmalig 1183 urkundlich erwähnt. Das Wasserschloss Ovelgönne allerdings schon 922. Es ist einer der ältesten Adelssitze im Kreis Minden-Lübbecke. Das ursprüngliche Gut wurde Mitte des 18. Jahrhunderts zu einer barocken Anlage umgebaut. Ab 1940 gehörte es der bis Ende 1972 eigenständigen Gemeinde Eidinghausen. Seit 1981 diente das Schloss als Bürgerzentrum.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Evangelische Kirche und die Krause Buche.

Eidinghausen ist infrastrukturell gut angebunden, in unmittelbarer Nähe befindet sich ein Anschluss an die Bundesautobahn A30. Davon profitiert das Eidinghausener Gewerbegebiet, welches das größte in Bad Oeynhausen ist.

Der südlichste Stadtteil Bad Oeynhausen, die Lohe, grenzt im Westen an die Stadt Löhne, im Süden an die Stadt Vlotho, im Osten an Rehme und im Norden an den Stadtkern.

Lohe ist der durchweg am höchsten gelegene Ortsteil Bad Oeynhausens. Daher kommt auch die in Bad Oeynhausen gewöhnliche Formulierung, man wohne „auf der Lohe“ und nicht „in Lohe.“ Vor der Gebietsreform 1973 gehörte Lohe zum Amt Rehme.

Eine Sehenswürdigkeit in Lohe ist die Martin-Luther-Kirche, die 1892 eingeweiht wurde. Ihren weißen Putz trägt sie allerdings erst seit 1966. Davor hatte die Kirche eine rotweiße Backsteinfassade.

Wirtschaftlich ist Lohe durch Unternehmen aus den Branchen Maschinenbau, Farb- und Lackherstellung und Möbelherstellung geprägt. Das Gewerbegebiet erstreckt sich auf 56 ha.

Rehme ist der Stadtteil Bad Oeynhausens, der am frühesten in Urkunden erwähnt wurde. Der Stadtteil an der Weser grenzt im Westen an Lohe und Bad Oeynhausen, im Norden an Eidinghausen und Dehme, im Osten an die Stadteile Coestedt und Holtrup der Stadt Porta Westfalica und im Süden an die Stadt Vlotho im Kreis Herford.  

Schon im Jahr 753 wurde Rehme das erste Mal urkundlich erwähnt. Die Laurentiuskirche in Rehme stammt aus dem 12.Jahrhundert. 1890 – 1892 wurde die Kirche im neoromanischen Stil erweitert. 1973 wurde die ehemals selbständige Gemeinde im Rahmen der kommunalen Gebietsreform Teil der heutigen Stadt Bad Oeynhausen.

In Rehme liegt das Autobahnkreuz Bad Oeynhausen, das die Bundesautobahnen A 2 und A 30 verbindet. Außerdem führen die Bundesstraßen 61 und 514 durch den Ort. Im Rehmer Gewerbegebiet haben sich die unterschiedlichsten Branchen niedergelassen. Es erstreckt sich über 45 ha.

Volmerdingsen ist der größte Stadtteil der Stadt Bad Oeynhausen. Er wird von Wulferdingsen im Westen, Werste im Süden, Eidinghausen im Südosten/Osten und den Ortsteilen Rothenuffeln der Gemeinde Hille und Haddenhausen der Stadt Minden im Norden umgeben.

Vollmerdingsen wurde 1089 erstmals urkundlich erwähnt. Vor der evangelischen Kirche liegt eine der Sehenswürdigkeiten von Volmerdingsen, ein rund 40 Tonnen schwerer Monolith aus der Saaleeiszeit. Sein größter Umfang beträgt 10,7 Meter.

Der alte Ortskern wird außerdem durch die Diakonische Stiftung Wittekindshof geprägt. Die Stiftung ist mit über 2.500 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Bad Oeynhausen.

Nördlich des Stadtkerns liegt, durch die Werre getrennt, der Stadtteil Werste. Im Osten grenzt er an Eidinghausen, im Norden an Volmerdingsen und im Westen an die Stadt Löhne.

Werste zeichnet sich vor allen Dingen durch das Sielwehr der Werre, den Sielpark und durch das wiedererrichtete Großsteingrab aus, dessen Findlinge rund 5000 Jahre alt sind. Das Original wurde im 18./19. Jahrhundert zerstört und 1926 sowie 1976 wiederaufgebaut. Im Sielpark gibt es zudem ein Gradierwerk.

Durch Werste verläuft die Nordumgehung. Die nächste Anschlussstelle an die A30 liegt in Eidinghausen. Von der guten Infrastruktur profitieren auch die Unternehmen im naheliegenden Gewerbegebiet. Es erstreckt sich auf rund 34 ha.

Der Ortsteil Wulferdingsen schmiegt sich an den Südhang des Wiehengebirges an, dessen Kamm die Nordgrenze der Stadt Bad Oeynhausen bildet. Im Osten grenzt Wulferdingsen an den Stadtteil Volmerdingsen, im Norden an die Stadtteile Rothenuffeln und Oberlübbe der Gemeinde Hille, im Westen an die Ortsteile Schnathorst und Bröderhausen der Gemeinde Hüllhorst und im Süden an die Stadt Löhne.

Wulferdingsen ist vor allem durch seine Wassermühle bekannt. Sie trägt zurückgehend auf den früheren Müller Schöne den Namen “Schönen Mühle“. Teile der Grundmauern gehen bis auf die Zeit des Dreißigjährigen Krieges zurück. Im Mühlestübchen gibt es an Mühlentagen Kaffee und Kuchen.

In den beiden Gewerbegebieten sind vor allem mittelständische Unternehmen angesiedelt. Sie erstrecken sich auf 54 ha bzw. 8 ha.

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