Gemeinsam mit der Diakonischen Stiftung Wittekindshof, der Emmaus-Kirchengemeinde, dem Verein Stolpersteine Bad Oeynhausen e.V. und dem Arbeitskreis für Heimatpflege lädt die Stadt Bad Oeynhausen zu einer zentralen Veranstaltung am Holocaust-Gedenktag ein. Im Rahmen der Veranstaltung am 27. Januar möchten die Organisatoren das Gedenken an 40 Menschen aus Bad Oeynhausen, die unter dem NS-Regime deportiert wurden, in den Mittelpunkt stellen.
Ratsmitglieder und verschiedene weitere Bürgerinnen und Bürger stellen die Opfer mit kurzen Sätzen am Gedenkbrunnen vor der Auferstehungskirche vor. Für 34 Personen wurden bereits Stolpersteine zum ständigen Gedenken verlegt. Für sechs weitere sind sie in Planung. Damit soll das Gedenken an jeden einzelnen Menschen, der unschuldig Opfer wurde, zum Ausdruck gebracht werden.
Der zweite Teil der Veranstaltung in der Auferstehungskirche ist dem literarisch-musikalischen Gedenken gewidmet. Die Organisatoren konnten dafür die Schriftstellerin Marlies Kalbhenn aus Espelkamp gewinnen. Musikalisch umrahmt wird die Lesung durch die Klezmergruppe „Klezwecan“. Die Veranstaltung am Gedenkbrunnen beginnt am 27. Januar um 15:30 Uhr. Direkt im Anschluss gegen 16:15 Uhr beginnt der musikalisch-literarische Teil in der Auferstehungskirche.
Der 27. Januar gilt seit 30 Jahren als gesetzlich verankerter Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. 2005 erklärten die Vereinten Nationen ihn zum Internationalen Gedenktag an die Opfer des Holocausts. Historisch markiert der Tag die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945.
