2025 war erneut ein sehr gutes Jahr für das Deutsche Märchen- und Wesersagenmuseum: Bei seinen Ausstellungen und Veranstaltungen hatte es mehr Besucher als die meisten Museen in Deutschland. So nutzten 10.873 Menschen im vergangenen Jahr die Angebote des Hauses. Das waren mehr als bei 68,7 Prozent der deutschen Museen, die dem Institut für Museumsforschung ihre Besucherzahlen genannt hatten (insgesamt 3.929 Häuser hatten dies getan bei dessen letzter publizierter Erhebung) .
Damit ist dieses Ergebnis nahe bei den Zahlen des hauseigenen Rekordjahres 2023. Damals waren sogar 11.735 Besucher ins Märchenmuseum gekommen – als hier die europaweit erste KI-generierte Kunstausstellung für großes Aufsehen gesorgt hatte. Fernsehsender von ARD über 3Sat bis N-TV hatten darüber berichtet.
Ausstellungen größter Publikumsmagnet
Größte Publikumsmagneten im Jahre 2025 waren mit deutlichem Abstand die Ausstellungen des Hauses: 7.179 Menschen kamen nach Bad Oeynhausen, um die Märchenwelt des Museums zu besuchen oder die beiden kulturhistorischen Sonderausstellungen „Vom Blechauto zur Virtual Reality – Spielzeug und Kinderzimmer von 1950 bis heute“ sowie „Hexenwahn: Glaube. Macht. Angst“ (die noch bis zum 29.März läuft).
1.901 Personen erlebten live erzählte Märchen, und zwar zu verschiedenen Anlässen im Museum oder bei dessen auswärtigen Veranstaltungen, etwa im Kurpark vor der eigenen Haustür – vorgetragen vor allem von den Mitgliedern des hauseigenen Erzählkreises sowie freiberuflichen Märchenerzählern. Und 1.793 weitere Personen nahmen wiederum an Malworkshops oder an Kindergeburtstagen teil, hörten sich die Balkonlesungen des Vereins Agora an, gingen zu Ehrenamtstreffen oder nutzten etwa verschiedene städtische Jugendangebote, die im Museum ausgerichtet wurden.
Thematische Öffnung wirkt
„Ich freue mich sehr über diese Zahlen“, sagt Museumsleiter Dr. Hendrik Tieke. „Sie zeigen, dass wir mit der Öffnung des Hauses hin zu einem breiteren Themenspektrum auf dem richtigen Weg sind – und dass sich das Märchenmuseum inzwischen als eine echte Größe in der regionalen Kulturlandschaft etabliert hat. Unsere Besucher kommen aus dem ganzen Umland, und auch bei vielen Touristen stehen wir fest auf dem Programm, genauso wie bei den Rehapatienten der Oeynhausener und Löhner Kliniken“.
