Lass mal machen!

Grundschüler erkunden mit der Mobilen Musikwerkstatt die Welt der Schalle

Konzentriert hantiert Stella mit der scharfen Säge und Marla schleift ihr Plastikrohr mit Schleifpapier, damit es keine scharfen Kanten mehr hat. Die beiden Mädchen bauen eine Panflöte und freuen sich über die tolle Unterstützung des Teams der Mobilen Musikwerkstatt. Auf Einladung des städtischen Kulturbereichs waren die leidenschaftlichen Musiker und Instrumentenbauer mit ihrer rollenden Werkstatt zu Besuch im Offenen Ganztag der Grundschule Rehme-Oberbecksen.

„Unser Ansatz ist es, die Kinder selbst machen und ausprobieren zu lassen.“, sagt Klaus Spitczok von Brisinski. Wir eröffnen den Kindern ein Klanglabor, in dem sie spielerisch und mit selbsthergestellten Instrumenten und Klangkörpern die Welt der Schalle erkunden können.“ Halil zeigt wie das geht: Begeistert lässt er auf seiner selbstgebauten Joghurt-Becher-Gitarre diverse Töne erklingen und schiebt den Tonhöhenregler dabei hin und her. „Ich habe noch nie etwas selbst gebaut“, sagt er. „Deshalb hatte ich schon gewusst, dass mir das hier Spaß macht!“

Klaus Spitzok, Udo Klose und Hans Oestreich unterstützen geduldig und lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Immer wieder ermuntern sie die Kinder, den Instrumenten Töne zu entlocken und geben Tipps wie das am besten funktioniert. Liam und Fio haben derweil selbst herumexperimentiert und wissen schon, wie sie auf ihren Rohr-Trompeten coole (und sehr laute) Töne machen können. Begeistert zeigen sie es den anderen: „So musst du das machen – es kommt darauf an, wie du die Lippen vor das Mundstück legst!“ 

Am Ende des Workshops hat jedes Kind mehrere Instrumente gebaut, die es mit nach Hause nehmen darf: Es gibt Schwirr-Bienen, die einen Summton erzeugen, wenn man sie durch die Luft wirbeln lässt, Gitarren, Panflöten und Trompeten. „Das war der schönste Tag!“, schwärmt ein Mädchen als es von der Mutter abgeholt wird.

Alle benötigten Materialien und Werkzeuge hat das Team der Mobilen Musikwerkstatt im bunt bemalten Fahrzeug mitgebracht. Auf Anfrage rollt der Werkstattbus zu Kindergärten und Schulen und verwandelt dort Innenräume oder auch Außenbereiche in Klangerlebnisräume und Stationen zum Lauschen und Ausprobieren. Claudia Jenkes vom städtischen Kulturbereich war sofort Feuer und Flamme für das Projekt: „Mit finanzieller Unterstützung aus dem Kleinprojektefonds „Lass mal machen! KulturMakerspace“ der Kreise Herford und Minden-Lübbecke konnten wir die Mobile Musikwerkstatt im November an die Grundschulen Oberbecksen und Wichern holen.“ Im nächsten Jahr wolle man die Kooperation auf jeden Fall fortsetzen und dann weitere Schulen einbinden.