Kinderparlament gibt wichtige Anregungen an die Verwaltung

Bürgermeister lobt Engagement der Mädchen und Jungen

Mit einem herzlichen Applaus für die Teilnehmenden Grundschülerinnen und Grundschüler ist die Sitzung des Kinderparlaments im Rathaus zu Ende gegangen. „Das ist euer Applaus, denn ihr habt wirklich toll mitgearbeitet und viele wichtige Vorschläge gemacht“, lobte Bürgermeister Lars Bökenkröger die 19 Viertklässlerinnen und Viertklässler der Grundschulen. Vorausgegangen waren intensive anderthalb Stunden, in denen die Mädchen und Jungen mit dem Bürgermeister und Vertretern der Verwaltung und der Polizei über große und kleine Probleme auf dem Schulweg, in der Schule auf in der Freizeit gesprochen haben.

Als einer der ersten Schüler, die sich zu Wort gemeldet haben, berichtete Maximilian von der Grundschule Eidinghausen von den Verkehrsproblemen an der Grundschule Eidinghausen. Der Bürgermeister gab diese Anmerkung an Ulrich Sieh von der Bad Oeynhausener Polizei weiter, der von einer Kontrolle an der Grundschule in Eidinghausen am Montagmorgen berichtete und mit einem Augenzwinkern ankündigte: „Wir werden diese Woche auch noch mal wiederkommen.“ Die Eltern im Zuschauerraum nahmen das wohlwollend zur Kenntnis. Generell seien Elterntaxis nicht nur ein Problem der Grundschule Eidinghausen. Hier gebe es an vielen Schulen ähnliche Situationen. Zum Thema Sicherheit auf dem Schulweg wünschen sich Sophia vom Grundschulstandort Lohe und Hannah von der Grunschule Wulferdingsen mehr Blitzer an den Schulen. Auch diese Hinweise wurden sowohl von der Verwaltung wie auch von der Polizei notiert.

Ein weiteres großes Thema der Schülerinnen und Schüler war Müll auf dem Schulgelände, in der Innenstadt und vor allem auch auf Spielplätzen. Ganz oft würden auf den Schulhöfen Zigarettenkippen rumliegen, sagten mehrere Schülerinnen und Schüler. In diesem Zusammenhang kam auch die Bitte nach mehr Mülleimern auf dem Schulhof auf.

Neben den Themen rund um den Schulweg standen auch die Spielplätze und die Freizeit auf der Tagesordnung. Neben neuen Spielgeräten wünschten sich die Kinder hier vor allem auch mehr Bäume und Blumen. „Bei uns am Spielplatz wurden nach dem Sturm zwei Bäume gefällt“, sagte zum Beispiel Paula von der Grundschule Werste, „und das wäre schön, wenn da wieder neue Bäumen hinkommen. „Hier neben mit sitzt Herr Christopher Jantzen von den Stadtwerken. Der ist dafür zuständig und ich weiß, dass er sich das gerne notiert, weil er gerne Bäume pflanzt. Tatsächlich pflanzen wir als Stadt viele Bäume und deshalb ist das auch ein wichtiger Hinweis“, bedankte sich der Bürgermeister bei Paula.

In etwas mehr als anderthalb Stunden haben die Vertreter der Verwaltung viele Anregungen notiert, die nun bis zur nächsten Sitzung des Kinderparlaments im zweiten Halbjahr geprüft und wenn möglich abgearbeitet werden sollen. „Wir können nicht in allen Fällen wirklich etwas ändern, aber da wo es möglich ist, wollen wir das gerne tun“, sagte Bürgermeister Lars Bökenkröger zum Ende der Sitzung, bevor er sich für das tolle Engagement der Kinder bedankte.

Das Kinderparlament tagt zwei Mal im Schuljahr. Teilnehmer sind in der Regel Mädchen und Jungen aus den vierten Klassen der Bad Oeynhausener Grundschulen. Für die Jugendlichen gibt es das Jugendparlament, in dem die weiterführenden Schulen vertreten sind. Teilnehmer sind hier die Mitglieder der jeweiligen Schülervertretungen. Die jüngste Sitzung des Kinderparlaments war die insgesamt 51. Sitzung. Es zählt damit zu den ältesten Kinderparlamenten im Umkreis.

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