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Corona-Märchen-Cartoons von OL

Der Berliner Zeichner und Cartoonist Olaf Schwarzbach, bekannt unter seinem Kürzel OL, zeichnete, im Auftrag der Berliner Zeitung, von März bis August 2020 eine Serie von 25 Cartoons mit Märchenmotiven zur Coronakrise. Die Cartoons erschienen wöchentlich in der Sonntagsausgabe. Insgesamt betrachtet, zeichnet diese Serie die einzelnen Entwicklungsstufen der Coronakrise in Deutschland nach, von den Hamsterkäufen über das Homeoffice und die Maskenpflicht bis hin zu den Anti-Corona-Demos und dem Wunsch nach einem Impfstoff. Das Märchenmuseum zeigt nun die komplette Corona-Märchenserie in signierten Drucken, ergänzt durch andere Cartoons von OL zur Coronakrise. Insgesamt werden gut 60 Cartoons gezeigt.

OL wurde 1965 als Olaf Schwarzbach in Berlin geboren, erlernte den Beruf des Offsetdruckers und arbeitete als Kupferdrucker beim Staatlichen Kunsthandel der DDR. 1988 beschlagnahmte das Ministerium für Staatssicherheit Comics nach einer privaten Ausstellungseröffnung, woraufhin Olaf Schwarzbach 1989 vor Armeedienst und Staatssicherheit nach München flieht. Heute lebt und arbeitet er als Cartoonist und Illustrator in Berlin.

OL zeichnet unter anderem für: Kowalski, zitty, tip, Tagesspiegel, Die Zeit, Berliner Zeitung, Jungle World, Börsenblatt und n-tv.de. 
Seit 1997 zeichnet er wöchentliche Strips im Magazin der Berliner Zeitung u.a. Jürgen der Trinker und Die Mütter vom Kollwitzplatz, im Berliner Stadtmagazin Tip die Serie Cosmoprolet.

Warum in Märchenbildern von der Coronakrise erzählen? Märchen sind keine Fantasiegeschichten, sondern erzählen vom menschlichen Zusammenleben mit allen Höhen und Tiefen. Da sie zeit- und ortsunabhängig sind, lassen sie sich in jede Zeit immer wieder neu einpassen. Die meisten Menschen erinnern sich an den Inhalt der bekanntesten Märchen aus der Sammlung „Die Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm wie zum Beispiel Rotkäppchen, Hänsel und Gretel, Schneewittchen oder der Wolf und die sieben Geißlein aus ihrer Kindheit. Diese Märchen sind seit über 100 Jahren über stereotype, immer wiederkehrende Bildmotive verbreitet worden, so dass die Bilder heute für eine ganze Geschichte stehen und als solche von der Mehrheit der Bevölkerung auch erkannt und verstanden werden. Ein Bild ohne Text erzählt eine ganze Geschichte. Da jedes Märchen neben der Geschichte auch meist noch mindestens eine Botschaft enthält, werden diese Märchen gerne für Werbezwecke verwandt. Deshalb eignen sie sich aber auch besonders gut dafür, zeittypische Phänomene bildhaft zu kommentieren und zu karikieren. So wundert es nicht, dass die bekannten Märchenfiguren aktuell mit Phänomenen der Corona-Pandemie kombiniert werden.

Corona bedingt entfällt die Eröffnungsveranstaltung.
Dauer der Ausstellung: 16. Oktober bis Januar 2021
Öffnungszeiten: Mi – So 10-12 und 14-17 Uhr

Im Museumsshop besteht die Möglichkeit, den Cartoon-Kalender von OL für 2021 direkt zu erwerben. In diesem Kalender sind einige der Corona-Märchencartoons enthalten.
Die ausgestellten Cartoons können im online-shop von OL bestellt werden: www.ol-cartoon.de