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Aktuelles

22.01.2017: Mitgliederversammlung in der Volksbank Bad Oeynhausen-Eidinghausen

50 der knapp 200 Mitglieder des Partnerschaftsringes waren der Einladung zur Mitgliederversammlung gefolgt.

Der stellvertretende Vorsitzende Herr Dr. Henning Schmidt leitete die Versammlung. Er appellierte eindringlich an die anwesenden Mitglieder, dass es von ihrer persönlichen, heutigen Entscheidung abhänge, ob der Verein weiter bestehen könne oder aufgelöst werden müsse und dankte allen Anwesenden, die in vielfältiger Art und Weise das Leben des Vereins zum Teil seit mehr als 37 Jahren mitgestaltet haben.

Die Mitglieder verfolgten interessiert die Berichte der Mitglieder des Vorstandes zu Finanzen und kommenden Aktivitäten, entlasteten den Vorstand und erfreuten sich an den von Ulrike Greinert gefertigten Fotoschauen.

Vor den Wahlen dankte Ursula Sieker, Vorsitzende des Kulturausschusses der Stadt Bad Oeynhausen, den scheidenden und vorangegangenen Vorständen für die geleistete Arbeit. Sie versicherte, dass Rat und Verwaltung der Stadt Bad Oeynhausen gemeinsam dafür Sorge tragen werden, dass der Partnerschaftsgedanke weiter gepflegt wird und Begegnungen ermöglicht werden.

Frau Vornheder, Leiterin des Büros des Bürgermeisters und des Rates der Stadt Bad Oeynhausen, führte aus: Die Stadt Bad Oeynhausen wird sich im Falle der Auflösung des Vereines nicht ihrer Verantwortung entziehen, wenn sich auch Art und Weise der Durchführung von Austauschbegegnungen ändern könnten.

Heinz Schepper, erster Vorsitzenden des PSR im Jahre 1980, hob noch einmal den Verlust für die Stadt Bad Oeynhausen hervor, wenn die Arbeit der Völkerverständigung durch den Partnerschaftsring nach seiner Auflösung nicht fortgesetzt werden könnte.

Bei den folgenden Wahlen konnte kein geschäftsführender Vorstand gebildet werden. Gemäß der Vereinssatzung (§15) wurde der Verein in geheimer Wahl (45 Ja-Stimmen) aufgelöst. Der bisherige geschäftsführende Vorstand wurde zum Liquidationsvorstand gewählt.

Er wird die Vereinsauflösung im laufenden Jahr abwickeln.

Wenn aber – das ist die Hoffnung vieler Mitglieder – ein neuer Vorstand gewählt werden kann, wird er eine weitere Mitgliederversammlung einberufen mit dem Ziel, Neuwahlen für den Partnerschaftsring durchzuführen und die Liquidation zu beenden.

 

 

02.06. – 05.06.2017: Besuch einer Gruppe des Comité de Jumelage aus Fismes in Bad Oeynhausen

27 Mitglieder des Comité de Jumelage Fismes besuchten zu Pfingsten ihre Freunde in Bad Oeynhausen.

Beim Empfang der Stadt für die Gäste aus Frankreich am 04.06.2017 im Kaiserpalais ließ sich Bürgermeister A. Wilmsmeier krankheitsbedingt von Ursula Sieker vertreten. Sie trug seine Grußworte vor, in denen er dazu aufrief, mit gefestigter Partnerschaft vereint gegen die Isolationsbestrebungen in unseren Ländern vorzugehen. Die freundschaftliche Verbindung zwischen Menschen auch über Grenzen hinweg ist wichtig und nötig, betonte Frau Sieker.

Bürgermeister Jean-Pierre Pinon würdigte die fast 50-jährige Freundschaft als Ausdruck des Bestrebens, sich stetig näher kennenzulernen. Er und Jean-Francois Rigaud, Vorsitzender des Comité de Jumelage Fismes, luden alle Anwesenden ein, im nächsten Jahr nach Fismes zu kommen, um gemeinsam das 50-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zu feiern.

Henning Schmidt bedankte sich für die Einladung. Er bedauerte, dass es 2017 keine Stand-Teilnahme der Partnerschaftsringe an den Weihnachtsmärkten mehr geben wird, und er befürchtete, dass ein Teil sozialer Verbundenheit und liebgewordener Geselligkeit verlorengehen könnte. Was bleibt, ist denen zu danken, die sich über viele Jahre und uneigennützig engagierten.

Im Anschluss fuhren Gäste und Gastgeber nach Paderborn. Hier brachten uns zwei Stadtführerinnen die Schönheiten entlang der Pader, des kürzesten Flusses Deutschlands, und ihrer aus Kaarstquellen gespeisten Teiche, und die kulturelle Bedeutung der Stadt (Bistum seit  799, Dom mit Dreihasenfenster, Abdinghofkirche, Bartholomäuskapelle mit hervorragender Akustik) bei schönstem Wetter näher. Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Bistro-Restaurant des Heinz-Nixdorf-Museums erhielten wir Einblicke in 5000 Jahre Geschichte der Informations- und Kommunikationstechnik, von der Entstehung der Schrift vor 300 Jahren bis zu Internet, künstlicher Intelligenz und Robotik.

Die Gestaltung des Pfingstsonntags lag in den Händen der Gastgeber.

Am Abend trafen sich alle Gäste und Gastgeber, einige Freunde und Bekannte  zum Abendessen (Spargelbuffet) und geselligem Zusammensein im von Laer Restaurant in Herford. Neuigkeiten wurden ausgetauscht, Freundschaften aufgefrischt oder vertieft, Zukünftiges geplant.

Wieder war die Zeit mit Freunden zu schnell vergangen. Am frühen Pfingstmontag hieß es Abschied nehmen. Die Traurigkeit des Abschieds wird hoffentlich bald der Vorfreude auf das nächste Treffen weichen.

 

 

 

26.07.-30.07.2017: Mitglieder des Partnerschaftsringes der Stadt Bad Oeynhausen besuchen den Towarzystwa Miast Partnerskich w Inowroclawiu

Vom 26.07.- 30.07.2017 fand bereits zum 14. Mal ein Austausch des Partnerschaftsringes Bad Oeynhausen mit dem polnischen Partnerschaftsring aus Inowroclaw statt. Die deutschen Gäste wurden am Bad Oeynhausenplatz in Inowroclaw, 714 km von Bad Oeynhausen entfernt, herzlich begrüßt und danach bei Ihren Gastgebern einquartiert.

Posen, heute die fünfgrößte Stadt Polens, etwa so groß wie Hannover, besuchten wir gemeinsam am Donnerstag: Zunächst besichtigten wir den Posener Dom, nach Zerstörung ab 1948 wieder aufgebaut, und nahmen an einem Orgel-Konzert (Ladeagst-Orgel aus Weißenfels) in der barocken Pfarrkirche teil. Dann folgte eine Stadtführung durch die sehr sehenswerte Altstadt mit ihren zahlreichen Patrizierhäusern aus verschiedenen Bauperioden, mit Neptunbrunnen und Stadtwaage sowie zu dem im Jahr 1555 im Renaissancestil fertiggestellten Rathaus.

Zur Stärkung gab es Martinshörnchen, süße Croissants mit Weißmohnfüllung. Im zugehörigen Backmuseum hatten wir vorher erlernt, wie sie hergestellt werden. Den Rückweg unterbrachen wir, um zusammen ein typisches Abendbrot zu essen: Suppen und Pierogi in mehreren Variationen.

Am Freitag wurden die Gäste und Gastgeber durch Herrn Stadtpräsidenten Ryszard Brejza im Rathaus willkommen geheißen und mit Kaffee und Kuchen und kleinen Geschenken erfreut. In seinen Worten brachte Herr Brejza die für ihn gegebene Wichtigkeit der Kontakte zwischen Bad Oeynhausen und Inowroclaw zum Ausdruck, und er hoffe sehr, diese Besuche intensivieren zu können.

Im Anschluss an den Empfang reisten  alle bei sonnigem und warmen Wetter in einen „Kurzurlaub“ in das am See Jezioro Chlomiaskie gelegene Hotel und Reha-Zentrum „Chomiąża Szlachecka“. Einumfangreiches Abendbüffet, landestypische Getränke, musikalische Trio-Live-Darbietungen und gekonnte Vorführungen orientalischer Tänze, das kräftige Singen und das ausdauernde Tanzen ließen die Zeit schnell vergehen.

Am nächsten Morgen war Zeit zur eigenen Erholung, zur Muße, zum Erwandern der Wälder, zur Fotopirsch, zum entspannten Sonnen am Strand, zum Befahren des Sees mit Paddel-, Ruder- und Tretbooten, wovon viel Gebrauch gemacht wurde.

Nach der Rückkehr saßen Gastgeber und Gäste im Kreis der Familie zusammen, machten Spaziergänge durch die Stadt, über den Markt und durch den Kurpark. Man traf sich in kleinen Gruppen zum Musizieren und Erzählen, stellte Fragen zur politischen Lage und war sehr traurig, dass die Rückfahrt sich näherte. Aber man war optimistisch sich im nächsten Jahr in Bad Oeynhausen wiederzutreffen.

Inowroclaw 2017 war eine Reise wert. Wir erlebten Warmherzigkeit und Großzügigkeit, Fröhlichkeit und Freude, Ernsthaftigkeit und in wenigen Gesprächen in kleinerer Runde auch Angst wegen der politischen Situation in Polen. Wir verbrachten sehr schöne erlebnisreicheTage bei guten Freunden.