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Stadt Bad Oeynhausen

Ehrenamtskoordinatorin

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„Vereine haben eine große Bedeutung in Kleinstädten und Ortsteilen“

Seit 02.02.2013 schon leitet Rolf Althoff den Schützenverein Rehme von 1862 e. V. ehrenamtlich als 1. Vorsitzender. Der Verein ist der älteste im Stadtgebiet. Die Aufgabe des Vorsitzenden ist es unter anderem, die in der Satzung genannten Ziele des Vereins zu verwirklichen.

Hierzu gehört vor allem die Pflege des Schießsports, die Förderung des Nachwuchses, die Durchführung von Meisterschaften und Wettkämpfen, die Durchführung bzw. Teilnahme an Sportförderlehrgängen zur Aus- und Weiterbildung der Übungs-, Jugend- und Organisationsleiter, die Zusammenarbeit mit den Sportverbänden und den örtlichen Vereinen sowie auch die Öffentlichkeitsarbeit.

Rolf Althoff wohnt seit 1947 in Rehme, ist Ehemann, Vater und Großvater. Er ist sportlich aktiv und pflegt die Geselligkeit. Außerdem ist er Mitglied in den Rehmer Vereinen, dazu zählen neben dem Schützenverein Rehme auch der Fußballverein Rot-Weiß Rehme, die TSG Rehme von 1888 sowie die Löschgruppe der Feuerwehr, der Heimatverein und die IG Pappelsee.

Vereinsvorsitzender Rolf Althoff

Mit dem Ehrenamt groß geworden

Ehrenamtliche Tätigkeit kannte Rolf Althoff schon in der Kindheit. Sein Vater war ein Vorbild für ihn. Dieser hat sich in den Rehmer Vereinen ehrenamtlich engagiert. Daher kommt sicherlich auch sein großes Engagement.

Denn seit seinem 18. Lebensjahr ist Rolf Althoff auch selber ehrenamtlich tätig. 20 Jahre lang war er im Fußballverein der Geschäftsführer, etliche Jahre bekleidete er außerdem das Amt des 1. Vorsitzenden im Vereinsring Rehme. Rolf Althoff war amtierender Oberst und 2. Vorsitzender im Schützenverein Rehme. Von 2004 bis 2008 hatte er auch eine ehrenamtliche Verantwortung in der ev. Kirchengemeinde Rehme als Presbyter.

„Vereine haben eine große Bedeutung in Kleinstädten und Ortsteilen“, meint Rolf Althoff. „Zweck der örtlichen Vereine ist, neben den satzungsgemäßen Aufgaben, die Festigung der Dorfgemeinschaft und die Förderung und Durchführung von Projekten der Dorfentwicklung, verstärkte Einflussnahme bei der Stadtverwaltung und anderen Stellen der öffentlichen Verwaltung, im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger“. Als ein aktuelles Beispiel nennt Herr Althoff den Einsatz für den Erhalt des Bürgerhauses Rehme, in dem sich auch die Sportstätte des Schützenvereins befindet.

Die Vereine haben aus seiner Sicht aber auch die Pflicht, Neubürgerinnen und Neubürger in die Dorfgemeinschaft zu integrieren, sofern dies gewünscht wird. Hier sieht Rolf Althoff noch erheblichen Handlungsbedarf für das Ehrenamt in Rehme.

Auf die Frage, warum ehrenamtliches Engagement wichtig ist, antwortet der Vorsitzende des SV Rehme: „Es lohnt sich, mit Menschen zusammen zu kommen, die Chance zu haben, Dinge zu verändern bzw. zu bewegen. Und Erfahrungen zu sammeln, soziale Verantwortung zu übernehmen, gesellschaftliche Prozesse zu gestalten, etwas Sinnvolles tun, Konflikte zu lösen, oder einfach nur Spaß zu haben, denn das Ehrenamt stärkt das Gemeinwohl“.

„Wer ehrenamtlich tätig ist, erfährt aber auch Kritik“, erklärt Rolf Althoff. „Ich als Vorsitzender muss kritikfähig sein. Kritikfähigkeit bedeutet für mich, Kritik anzunehmen, die sachlich formuliert und gerechtfertigt ist. Wichtig ist, aus Fehlern zu lernen, um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Nur wer in der Lage ist, konstruktive Kritik zu akzeptieren, lernt dazu“.

Von den 62 Mitglieder des Schützenvereins Rehme sind 45 Mitglieder über 50 Jahre alt. Der aktive Schießsport kann bis ins hohe Alter ausgeübt werden, der älteste Aktive bei den Rehmer Schützen ist 83 Jahre alt.. Der Vorsitzende und der gesamte Vorstand des SV Rehme haben die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Schießbetrieb im Verein. „Denn wettkampfmäßiges, regelmäßiges Schießen fördert die Fitness, Konzentration und Ausgeglichenheit, und das bei der unbedingten Beachtung der sicherheitstechnischen Voraussetzungen. Diese sind vom Landesportbund, dem Westfälischen Schützenbund und der Kreispolizeibehörde vorgegeben. Gleichzeitig fördern die geselligen Veranstaltungen das Zusammengehörigkeitsgefühl und sind unterhaltsame Freizeitgestaltungen.“

Rolf Althoff stellt fest: „Die Übernahme dieser Verantwortung macht mir als 1. Vorsitzenden auch Spaß, die positiven Rückmeldungen der Vereinsmitglieder nehme ich gerne entgegen. Und es gibt und gab auch bewegende Situationen in meiner bisherigen Amtszeit als Vorsitzender. So z. B. in einer Feierstunde des Schützenkreises Minden, die Ehrung durch den Westf. Schützenbund mit der "Kölner Medaille", der höchsten Auszeichnung, die ein Vereinsfunktionär erhalten kann, für meine Verdienste um das Schützenwesen“.

Der Wandel im Vereinsleben

Sorgen bereitet Rolf Althoff der Nachwuchsmangel im Schützenverein Rehme und auch bei den Schützenvereinen im Stadtgebiet. „Sportliches Schießen dürfen Kinder erst ab dem 12. Lebensjahr ausüben. Bis dahin haben die meisten Jugendlichen ihre „sportliche Heimat“ aber bereits gefunden und üben andere Sportarten aus. Neue, aktive Schützen gewinnt der SV Rehme aus Mitgliedern mittleren Alters, die ursprünglich wegen der Geselligkeit zum Verein gekommen sind,“ erklärt Rolf Althoff in unserem Gespräch.

„Das Schießen allgemein wird heute in der Bevölkerung sehr kritisch gesehen“, so Rolf Althoff. „Es gibt immer wieder Schlagzeilen und Meldungen, die im Zusammenhang mit dem Gebrauch von Schusswaffen großes Leid beschreiben. Wir Schützen haben bezüglich der Sicherheit unseres Sports eine große Verantwortung.“

„Festzustellen ist aber auch“, sagt Rolf Althoff, „dass bei den Olympischen Sommer- und Winter-Spielen, Schützen den Medaillenspiegel Deutschlands, in den Disziplinen Pistole, Gewehr, Wurfscheiben- und Bogenschießen, oder auch beim Biathlon, sehr positiv beeinflussen auch zum Gefallen der Sportinteressierten. Ansonsten stößt das sportliche Schießen auf eher wenig öffentliches Interesse“.

Rolf Althoff will sich auch jetzt, mit 73 Jahren, weiterhin ehrenamtlich engagieren. Aber auch seine Tätigkeit im Schützenverein Rehme ist endlich. Er möchte aber zum Nachahmen aufrufen und meint: „Gesellschaftliches Engagement ist nicht nur sinnvoll, es macht auch richtig Spaß!“

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