Bad Oeynhausen
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Landschaftsplan Bad Oeynhausen

Die naturräumliche Lage Bad Oeynhausens ist privilegiert durch die attraktive Nähe zum Wiehengebirge einerseits und zu den Flüssen Werre und Weser andererseits. Kleine Bachläufe durchziehen das Siedlungsgebiet wie Lebensadern für Tiere und Pflanzen.

Durch Streubebauung, Splittersiedlungen und Straßenbau wurden die natürlichen zusammenhängenden Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen sehr eingeengt und zerstückelt. Um die ökologischen Aufgaben erfüllen zu können, müssen Naturräume jedoch miteinander vernetzt sein. Das heißt, Tiere und Pflanzensamen müssen zwischen den Schutzgebieten wandern und sich austauschen können. Verbindende Strukturen wie Gewässerläufe, Hecken, Alleen aber auch offene Landschaft müssen erhalten und ergänzt werden.

Zum Schutz der noch erhaltenen Teile des Biotopverbundnetzes und zur Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität für die Bürger und (Kur-)Gäste wurden mit dem Landschaftsplan Bad Oeynhausen 1995 ( und 2007)  Schutzgebiete mit unterschiedlichen Zielsetzungen festgesetzt.

Einige Beispiele für diese Entwicklungsziele sind:

  • Erhaltung einer mit naturnahen Lebensräumen und sonstigen natürlichen Landschaftselementen vielfältig ausgestatteten Landschaft beispielsweise am Wiehengebirge, den Bachtälern (Siekesystem) und dem Werretal mit Kleingewässern und Baumbestand.
  • Anreicherung der Landschaft mit gliedernden und belebenden Strukturen wie Gehölzreihen und Kleingewässern, Offenlegung verrohrter Gewässerabschnitte mit strukturreichen Böschungen und gehölzreicher Gewässeraue.  
  • Wiederherstellung verlorener ökologischer Wirkungsgefüge wie Umwandlung von Ententeichen in Artenschutzgewässer.
  • Ausbau der naturnahen Erholungsfunktion beispielsweise im Kurbereich Siekertal, Sielpark und Kurbad Oexen u.a. durch Förderung von naturnahen Blumenwiesen, vielfältigen Wegrändern und Ackerrainen sowie einem fußgängerfreundlichen Wegenetz.
  • Ausstattung der Landschaft zur Verbesserung des Klimas durch Hecken und Gehölzstreifen zur Verringerung der Ausbreitung von gas- und staubförmigen Luftverunreinigungen. Erhalt von Landschaftselementen mit günstigen Kleinklima - wie z.B. den naturnahen Sieken der kleinen Bäche.

 

Der Landschaftsplan beschreibt im Textteil detailliert die verschiedenen Schutzgebiete und die Auflagen für ihre wirtschaftliche und touristische Nutzung. Die Karten zeigen die meisten Schutzgebiete des Stadtgebietes im Überblick.

Das Weserufer mit Acker- und Wiesenflächen in Dehme und Rehme liegt im Geltungsbereich des Landschaftsplans Porta Westfalica. dort ist das Landschaftsschutzgebiet "Südliche Weseraue" festgesetzt.

Eine parzellenscharfe Abgrenzung der Schutzzonen ist darüber hinaus mit Hilfe des Geo-Portals des Kreises Minden-Lübbecke bei Eingabe von Straße und Hausnummer leicht möglich.

Textteil und Beschreibung:
00_Deckblatt
01_Allg. Teil und Inhaltsverzeichnis
02_Entwicklungsziele
03_Naturschutzgebiete
04_Landschaftsschutzgebiete
05_Naturdenkmale
06_Geschützte Landschaftsbestandteile
07_Bes. Festsetzungen für forstliche Nutzung
08_Entw.-, Pflege- und Erschließungsmaßnahmen

Landschaftsplan BO Karten:
Entwicklungskarte
Festsetzungskarte 1
Festsetzungskarte 2

1. Änderung Landschaftsplan BO:
1.Ae_Deckblatt
1.Ae_Karte
1.Ae_Textteil