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Die nächsten Energieberatungstermine

Einmal im Monat  können Sie sich von einer qualifizierten Energieexpertin der Verbraucherzentrale in den Räumen der Stadtbücherei beraten lassen. Die nächsten Termine stehen am7. Juni und 5. Juli 2018 zur Verfügung. Die 45-minütige Energieberatung kostet 7,50 Euro. Sie richtet sich sowohl an Hauseigentümer als auch Mieter. Alle Fragen rund um das Thema Energie in Haushalt und Gebäude können angesprochen werden.

Anmeldungen sind möglich bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen unter der Tel-Nr. 05731 14-2527.

 

Stromsparen lohnt und ist für jeden machbar

„Viele Haushalte können einige hundert Euro im Jahr sparen, wenn sie auf ihre Stromverbraucher achten“, sagt Andreas Witt von der Koordi­nierungs­stelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen. Dies beginne schon beim Einkauf eines neuen Fernsehgerätes. Sei der regelmäßig ein paar Stunden am Tag in Betrieb, könne sich der Mehrverbrauch eines ineffizienten im  Vergleich zu einem effizienten Gerät auf mehr als 100 Euro an Stromkosten im Jahr summieren. Ebenso sei es bei vielen anderen Geräten.

Hinweise, wie man den eigenen Stromverbrauch selbst besser überwachen und reduzierten kann, gibt es auch bei der monatlichen Energieberatung der Verbraucherzentrale in der Stadtbücherei von Bad Oeynhausen. Hier können alle Fragen rund um Energie im Haushalt gestellt werden. Individuelle Gesprächstermine können über die  Koordinierungs­stelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen unter der Telefonnummer 05731 14-2527 gebucht werden. Die 45-minütige Beratung kostet dank der Förderung durch den Bund nur 7,50 Euro.

„Ein einzelner Laserdrucker kann bereits bis zu 130,- Euro an Stromkosten  verschlingen, nur weil in der Steckdose eingesteckt ist“, so Witt: „Eine einfache Methode, um hier schnell zu sparen, ist eine schaltbare Steckerleiste.“ Der Wechsel von einer Glüh- zu einer LED-Leuchte könne sich bereits nach wenigen Monaten auszahlen und lasse sich leicht vornehmen. Dagegen sei es an anderen Stellen im Haus etwas aufwändiger, um Strom zu sparen. Witt nennt als Beispiel ältere Heizungspumpen, die im Jahr auf einige hundert Kilowattstunden an Verbrauch kommen. Den Pumpentausch könne nur ein Fachmann vornehmen, dennoch rentiere sich auch diese Maßnahme.

 

Effiziente Fenster helfen Energiesparen

Neue Fenster sind häufig eine gute Investition, die je nach Einzelfall eine Energieeinsparung von bis zu 15 Prozent bringen können. Darauf weist Michaela Prelle, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW, hin. Dabei seien mitunter auch solche Fenster aus Energiegesichtspunkten ein Sanierungsfall, denen dies rein optisch nicht anzumerken sei. „Das betrifft fast alle Fenster, die vor 1995 eingesetzt wurden“, so Prelle.

Der Einsatz neuer Fenster ist eines der Themen, die Bürger beim Energieberatungstermin der Verbraucherzentrale ansprechen können. Anmeldungen zu Terminen sind über die Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen unter der Telefonnummer 05731 14-2527 möglich. Die 45-minütige Beratung kostet dank einer Bundesförderung nur 7,50 Euro.

Neben der Energieeinsparung haben dabei neue Fenster auch den Vorteil, dass sich der Wohnkomfort verbessert. Denn auch bei kaltem Wetter weisen sie auf der Innenseite eine höhere Oberflächentemperatur auf. Prelle betont: „Es fühlt sich im Raum einfach wärmer an und die Heizung muss nicht so hoch gedreht werden.“

Allerdings, rät Prelle, sollte vor der Investition in neue Fenster ein Energieexperte zu Rate gezogen werden. „Es sollte sichergestellt werden, dass die Fenster zum Dämmstandard des Hauses passen“ erklärt Prelle: „Gegebenenfalls sind weitere Sanierungsmaßnahmen sinnvoll.“

Gerade jetzt sei ein guter Zeitpunkt, um ins Gebäude zu investieren, sagt Prelle. Denn zum einen seien die Zinsen niedrig, zum anderen lockten staatliche Fördergelder.

 

Fördermittel vom Land für das eigene Haus

Das Land Nordrhein-Westfalen stellt jetzt wieder Fördergelder im Programm „progres.nrw“  bereit, nachdem es zwischenzeitlich ausgesetzt worden war. Darauf macht Andreas Witt von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen aufmerksam. Wer sich näher über Fördermöglichkeiten informieren wolle, könne dafür auch die Energieberatung nutzen, die die Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen anbiete. Die 45-minütigen Beratungen werden vom Bund unterstützt und kosten daher nur 7,50 Euro. Die Terminabsprache erfolgt über die Koordinierungsstelle Klimaschutz unter der Telefonnummer 05731 14-2527. Anfragen per E-Mail sind möglich unter energieberatung@badoeynhausen.de.

„Die Fördermöglichkeiten sind vielfältig“, erklärt Witt. Dies umfasse Zuschüsse für solarthermische Anlage, Holzheizungen, Lüftungsanlagen, Wärme- und Kältespeicher, Geothermiebohrungen zur Erdwärmenutzung und auch die bessere Dämmung von Gebäuden. „Bei Sanierungen von Bestandsgebäuden zum 3-Liter-Haus beteiligt sich das Land mit 4700 Euro“, sagt Witt. Lüftungsanlagen fördere das Land mit bis zu 2000 Euro. Und für Pelletheizungen in Verbindung mit einer Solarwärmeanlage gibt einen Zuschuss von 1750 Euro. Auch wer sich im Zusammenhang mit einer Solarstromanlage eine Speicherbatterie zulegen wolle, könne dafür einen Zuschuss erhalten. Und relativ neu  aufgenommen in die Förderung wurden Ladestellen für Elektrofahrzeuge.

Witt weist zudem darauf hin, dass die Landesmittel zum Teil mit Bundesmitteln kombiniert werden können. Hier seien aber immer die jeweiligen Bedingungen der Förderprogramme zu beachten.

Nähere Informationen zum Förderprogramm „progres.nrw – Markteinführung“ gibt es auf der Internetseite der Bezirksregierung Arnsberg: www.bezreg-arnsberg.nrw.de

Saubere Luft mit Öfen und Kaminen

Seit dem 1. Januar gelten für Kamine und Kachelöfen strengere Feinstaub-Grenzwerte. Verbraucher, die ihre vier Wände mit einem Kachelofen oder einem Kamin beheizen, müssen jetzt strengere Auflagen für den Betrieb ihrer Feuerstätte beachten. Darauf macht Michaela Prelle, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW, aufmerksam.

Nähere Informationen dazu können Verbraucher auch bei der monatlichen, individuellen Energieberatung erhalten, die in der Stadtbücherei Bad Oeynhausen angeboten wird. Gebucht werden kann sie bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen unter der Telefonnummer 14-2527.

„Alte Öfen geben neben Wärme auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab.“, erklärt Prelle: „So erzeugt ein Kaminfeuer in einer Stunde etwa genauso viel Feinstaub, wie ein Dieselfahrzeug bei einer 100 Kilometer langen Fahrt.“ Neue Feuerstätten seien allerdings wesentlich effizienter als alte Öfen. Sie würden so nicht nur weniger Schadstoffe ausstoßen, sondern auch weniger Brennholz verbrauchen.

Aufpassen müssen Hausbesitzer, deren Öfen vor 1985 in Betrieb genommen wurden. Halten sie die jetzt für sie geltenden Grenzwerte nicht ein, so müssen sie mit Feinstaubfiltern nachgerüstet oder komplett ausgetauscht werden. „Neue Holzheizungen – vor allem solche, die mit Holzpellets betrieben werden – sind deutlich umweltfreundlicher“, sagt Prelle. Und mit ihnen ließe sich auch Geld sparen. Denn mit Brennholz in alten Öfen zu heizen, könnte teurer sein als gedacht. Der Brennstoff sei zwar meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl, aber in Kaminen und Öfen werde die Energie häufig zum Schornstein herausgeblasen statt damit die Wohnung zu heizen. Zudem könne es sinnvoll sein, eine Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen. Für solche Scheitholz- und Pelletöfen stünden zudem attraktive Förderprogramme zur Verfügung.



Lautlos am Start – E-Autos zum Anfassen

Unter dem Motto „Lautlos am Start” veranstalteten der VCD Kreisverbandes Minden-Lübbecke-Herford, das Klimabündnis im Mühlenkreis und die Stadt Bad Oeynhausen am 21. Februar 2018 einen Schau- und Informationstag zur E-Mobilität. Hier wurde E-Mobilität zum Anfassen und Ausprobieren geboten.

Sollten Sie die Veranstaltung verpasst haben und sich jetzt über Elektromobilität informieren wollen, steht Ihnen für erste Fragen die Koordinierungsstelle Klimaschutz unter der Telefonnummer 05731 14-2527 zur Verfügung.

Am 21. Februar berichteten Nutzer von Elektrofahrzeugen von ihren Erfahrungen und zeigten ihre E-Mobile auf dem Parkplatz des Begegnungszentrums Druckerei in Bad Oeynhausen. Ein Impulsvortrag des E-Mobil-Experten Ursin Wieneke von Lautlos OWL stellte die praktischen Seiten der elektrischen Mobilität in den. Eine Podiumsrunde, moderiert von Andreas Witt, dem Klimaschutzmanager der Bad Oeynhausen, rundete die Veranstaltung ab. Mit von der Partie war auch die Car-Sharing-Initiative „Werre-Stromer”.

Unterstützt wurde die Veranstaltung von der EnergieAgentur.NRW und dem VCD-Landesverband NRW.

Programm

16:00 Uhr: Elektrisch fahren – mit finanzieller Starthilfe
Das Sofortprogramm E-Mobilität des Landes NRW
(Petra Schepsmeier, EnergieAgentur.NRW)

16:15 Uhr bis 17:30: Schautag E-Mobil
Fahrzeugschau im Innenhof, Fragen – Fachsimpeln – Probefahren,
ca. 10 Elektro-Fahrzeuge, teils fabrikneu, zum Anfassen und Ausprobieren

17:30 Uhr: Was Sie schon immer über E-Autos wissen wollten
Impulsvortrag
(Ursin Wieneke, Lautlos OWL / e-mobility shop, Detmold)

  • Praxis: Ist das E-Auto alltagstauglich?
  • Kosten: Was kostet das elektrische Fahren?
  • Reichweite: Wo und wie kann ich „tanken”?
  • Batterie und Umwelt: Lösen E-Autos das Klimaproblem?

18:00 Uhr: Mit dem E-Auto unterwegs

  • Talk- und Fragerunde mit Fahrzeughaltern und Experten
    (Moderation Andreas Witt, Klimaschutzmanager Stadt Bad Oeynhausen)

    • Thomas Backes, Nutzer VW e-up!
    • Hartmut Sandmann, Nutzer Renault ZOE
    • Uwe Hofer, Werrestromer Car Sharing Löhne
    • Andreas Schwarze, Stadtwerke Bad Oeynhausen
    • Kerstin Haarmann, VCD Mobilität für Menschen

Éinen Flyer zur Veranstaltung mit Programm und weiteren Hinweisen können Sie hier herunterladen.


Solarenergie – zwei Formen, sie zu nutzen

Mit Hilfe der Sonne lassen sich jedes Jahr erhebliche Energiekosten einsparen. Dafür stehen zwei Technologien zur Verfügung: 1. Solarwärme- und 2. Solarstromanlagen. „Beides ist grundsätzlich zu empfehlen“, sagt Andreas Witt,  Klimaschutzmanager der Stadt Bad Oeynhausen: „Jedoch sollte für jedes Gebäude im Detail geprüft werden, was sich mehr lohnt und welche Anforderungen bzw. Wünsche die Bewohner haben.“

Sich bei diesem Thema unabhängig beraten zu lassen, sei auf jeden Fall sinnvoll, so Witt. Möglich ist dies auch bei der monatlichen Energieberatung, die von der Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen angeboten wird. Dank einer Bundesförderung kostet diese nur 7,50 Euro für 45 Minuten. Die nächsten Termine stehen am 1. Februar und am 1. März zwischen 14 und 17:45 Uhr zur Verfügung. Sie können bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt unter der Telefonnummer 14-2527 vereinbart werden.

Eine Möglichkeit bei der Beratung ist es, Kostenvoranschläge für Solaranlagen mitzubringen und diese mit der Energieberaterin durchzugehen. So gewinnt man mehr Klarheit über die Qualität des jeweiligen Angebotes.

Die Frage, welche oder ob beide Formen der Solarenergie an einem Gebäude genutzt werden könnten, sei durchaus komplex, erklärt Witt: „So werden Solarstromanlagen über eine Einspeisevergütung und Solarwärmeanlagen über direkte Zuschüsse von Bund und Land gefördert.“ Während es bei der Wärme immer schon um Eigenversorgung gegangen sei, werde dies auch beim Strom immer mehr zum Thema. Solarstrom vom eigenen Dach kann den Bezug von Strom vom Energieversorger aus dem Stromnetz teilweise ersetzen. „Der Strom von der Solarstromanlage kostet weniger als die Hälfte des Netzstroms“, so Witt.

Es kommt aber auch darauf an, wann man den Strom nutzen möchte. „Wenn ich tagsüber kaum zu Hause bin, verbrauche ich in dieser Zeit natürlich weniger Strom“, sagt Witt. Ohne Stromspeicher wird dann der größte Teil des Solarstroms gegen Bezahlung an die Energieversorger geliefert.

Solarwärme wird dagegen immer im eigenen Haus genutzt. Diese Anlagen sind auch immer mit einem vergleichsweise kostengünstigen Wärmespeicher verbunden, der die Solarenergie über längere Zeiträume speichern könne, erklärt Witt. Bei mit Warmwasser und Heizung gekoppelten Solarwärmeanlagen sei es gut möglich, 20 bis 30 Prozent der Brennstoffe wie Öl und Gas einzusparen.  

Zwischen Solarwärme- und Solarstromanlagen seien vielfältige Kombinationen denkbar, betont Witt: „Und natürlich lassen sich beide Formen der Solartechnik auf einem Dach installieren, um die jeweiligen Vorteile der Technologien auszuschöpfen.“ Bei einer solchen Investition sollte man sich aber auf jeden Fall unabhängig beraten und zudem den energetischen Zustand des Gebäudes prüfen lassen. Auch dafür gebe es Fördermittel.


Verbraucherzentrale bietet Heizungs-Test

Pressemitteilung 23.12.2017

In der kalten Jahreszeit können Heizanlagen auf Herz und Nieren geprüft werden. Einen aus Bundesmitteln stark geförderten „Heiz-Check“ bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale allen privaten Gebäudeeigentürmern an.

Michaela Prelle, Expertin bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW, berichtet: „Die Erfahrungen aus der Beratung belegen, dass viele Heizsysteme mehr Energie verbrauchen als notwendig wäre.“ Erste Hinweise dazu kann Prelle bereits bei der monatlichen individuellen Energieberatung in der Stadtbücherei von Bad Oeynhausen geben. Die ebenfalls aus Bundesmitteln geförderte Beratung kostet für 45 Minuten 7,50 Euro. Die nächsten Termin können für Donnerstag, den 4. Januar 2018, bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen unter der Telefonnummer 05731 14-2527 gebucht werden.

Der Heiz-Check ist ein darüber hinaus gehendes Angebot der Verbraucherzentrale, für das ein unabhängiger Heizungsexperte in die jeweiligen Häuser kommt. Dabei zeigt sich häufig, dass es nur relativ kleiner Maßnahmen bedarf, um die Heizung zu optimieren. Prelle erklärt:  „Lassen Besitzer eines Einfamilienhauses Anlagenkomponenten besser aufeinander abstimmen - durch einfache Korrekturen der Regelungseinstellungen oder mit einem sogenannten hydraulischen Abgleich - können sie im besten Fall bis zu 150 Euro im Jahr einsparen.“

Beim Heiz-Check analysieren die Energieberater die Heizungsanlage des Verbrauchers zu Hause: An zwei aufeinander folgenden Tagen messen Sie die wichtigsten Systemtemperaturen und prüfen mit Blick auf den Gebäudezustand und den Vorjahresverbrauch, ob die Anlage ideal eingestellt ist. Sie kontrollieren, ob die Größe des Kessels zum Gebäude passt und ermitteln, ob das Rohrsystem ausreichend gedämmt ist. Schließlich nehmen sie die Komponenten der Anlage, wie Kessel, Warmwasserspeicher, Pumpen und Ventile, in Augenschein. Am Ende des zweiten Besuchs werten die Berater die Messdaten aus und empfehlen, wie die Heizungsregelung individuell anzupassen ist. Heiz-Checks sind nur in der Wintersaison möglich, dabei sollten die Außentemperaturen unter 5 °C liegen.

Innerhalb von vier Wochen erhält der Verbraucher per Post einen Bericht, der die Gesamteinschätzung des Heizsystems, die Beratungsergebnisse und individuellen Handlungsempfehlungen zusammenfasst. Durchschnittlich sparen Haushalte 10, im Einzelfall sogar bis 25 Prozent ihrer Heizkosten, wenn sie die empfohlenen Maßnahmen umsetzen.

Das Angebot der Energieberatung der Verbraucherzentrale richtet sich an private Verbraucher, die einen Gas-, Öl- oder Holzheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe besitzen.

Durch die Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist der Heiz-Check im Wert von 303 Euro für 40 Euro erhältlich. Für einkommensschwache Haushalte sind die Angebote der Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlos.

Der Heiz-Check kann ebenfalls bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen oder direkt bei der Verbraucherzentrale NRW unter der Telefonnummer 0800 802400 gebucht werden.


Klimaschutz an Schulen wird belohnt

Prämienverleihung im Projekt  „E.I.S. – Energiesparen in Schulen“

In allen Bad Oeynhausener Schulen gibt es aktive Energiesparer. Sie wurden am 27. November in der neuen Mensa der Wichern-Schule mit Prämienchecks durch Bürgermeister Achim Wilmsmeier ausgezeichnet: „Das Nutzerverhalten ist mitentscheidend, wenn es ums Energiesparen geht.“ Hieran hätten sich alle beteiligt. „Dafür bedanke ich mich bei Ihnen“, so der Bürgermeister gegenüber den Schüler/innen, Lehrer/innen und Hausmeistern. „Energiesparen ist praktischer Klimaschutz, der zudem noch dem städtischen Haushalt gut tut.“ Allein durch achtsames Verhalten seien im vergangenen Jahr 15.000 Euro im Rahmen des Projekts „E.I.S. – Energiesparen in Schulen“ an Kosten vermieden worden, erläutert Wolfram Schlingmann, der Energieberater der Stadt Bad Oeynhausen. 30 Prozent dieses Betrages steht den Schulen frei zu Verfügung, 40 Prozent können in weitere Energiesparmaßnahmen an den Schulen investiert werden und die restlichen 30 Prozent entlasten den städtischen Haushalt.

Zusammen mit den investiven Maßnahmen ergebe sich eine beachtliche Energiespar-Leistung, so Wilmsmeier. Im Vergleich zu den Verbräuchen bei Start des Projektes vor 19 Jahren würden in nur einem Jahr 2,8 Millionen Kilowattstunden Heizenergie, 61.000 Kilowattstunden Strom und 990 Kubikmeter Wasser in den Schulen weniger gebraucht. „Das bedeutet, dass wir mehr als 1000 Tonnen Treibhausgas vermeiden und als Stadt nur in den Schulen in diesem Jahr 185.000 Euro weniger ausgeben.“

Bereits seit dem Schuljahr 98/99 läuft in Bad Oeynhausen das Klimaschutzprojekt „E.I.S. – Energiesparen in Schulen“, an dem sich alle Schulen auf dem Stadtgebiet beteiligen Die Stadt dankte den aktiv Beteiligten nicht nur mittels eines Prämienchecks, die Wilmsmeier an die Schulen überreichte, sondern auch durch ein buntes Quiz samt spielerischer Aktionen, moderiert vom Klimaschutzmanager Andreas Witt. Hier ging es etwa darum, das Wort Wasserkraft pantomimisch darzustellen oder beim Solarspiel den lichtelektrischen Effekt mit Murmeln nachzustellen, die von Löffel zu Löffel weitergegeben wurden. Die Quizbeteiligten erfuhren etwas mehr darüber, was Carl von Oeynhausen zur Erdwärmegewinnung beigetragen hat oder warum der Ingenieur James Watt den Begriff Pferdestärke erfunden hatte. Die Schüler, Lehrer und Eltern waren mit Feuereifer dabei, um für ihr Team möglichst viele Punkte einzustreichen – und nebenher noch das eine oder andere Detail mitzubekommen, um künftig vielleicht noch etwas mehr Energie einsparen zu können. Denn schon jetzt gilt es, im Schuljahr 2017/2018 und damit im 20. Jahr von E.I.S. weiterhin aufmerksam mit Energie in den Schulen umzugehen.


Mit Batterie mehr Strom vom eigenen Dach

Pressemitteilung 20.11.2017

Solarstrom ist bereits deutlich billiger als Strom aus der Steckdose. Während die Energieversorger etwa 22 bis zu 29 Cent pro Kilowattstunde verlangen, lässt sich Strom mit einer neuen Photovoltaikanlage schon für 10 Cent oder sogar weniger produzieren. „Allerdings kann meist nicht der gesamte selbst produzierte Strom im eigenen Haus genutzt werden“, sagt Andreas Witt,  Klimaschutzmanager der Stadt Bad Oeynhausen: „Energieerzeugung und –ver­brauch passen nur in seltenen Fällen ideal zueinander.“ Deutlich erhöht werden könne der Eigenverbrauch nur, wenn man sich zum Beispiel beim Wäschewaschen bewusst auf die Sonne einstelle oder einen Stromspeicher nutze. Deren Kosten seien in den vergangenen Jahren sehr deutlich gesunken, so Witt. Noch werde die Kostengleichheit zum Netzstrom aber nur in seltenen Fällen erreicht.

Wer sich über Möglichkeiten zur eigenen Stromerzeugung mit oder ohne Speicher informieren will, hat dazu auch bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen Gelegenheit. Die nächsten jeweils 45-minütigen Termine gibt es am 30. November in der Stadtbücherei. Dank einer Förderung durch den Bund kostet die Energieberatung rund ums Haus nur 7,50 Euro. Mit der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen lassen sich unter der Nummer 05731 14-2527 Termine vereinbaren.

Solarstromanlagen können auch ohne Speicher sinnvoll sein, erklärt Witt: „Sie  liefern über viele Jahre hinweg Strom zu gut berechenbaren Kosten – sozusagen mit 20 Jahren Preisgarantie.“ In unserer Region sei je Kilowatt Leistung mit einem Stromertrag von 800 bis 1000 Kilowattstunden zu rechnen. An Fläche würden für 1 Kilowatt Leistung auf dem Dach etwa 6 bis 10 Quadratmeter benötigt. Um den Gesamtstromverbrauch eines Durchschnittshaushaltes mit etwa 3500 Kilowattstunden übers Jahr zu decken, würde eine Anlage mit rund 4 Kilowatt Leistung benötigt. „Wer mit dem Gedanken spielt, sich ein Elektroauto anzuschaffen, sollte sich auch Angebote für eine größere Anlage einholen“, rät Witt. Bei einer Anlagengröße bis 10 Kilowatt sei es derzeit auch noch sehr einfach, sie zu betreiben und den Überschussstrom abzugeben. Der werde dank des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vom Netzbetreiber mit einer festen Einspeisevergütung von momentan 12,2 Cent pro Kilowattstunde bezahlt. Und diese Vergütung werde dem Betreiber einer Solarstromanlagen über 20 Jahre sogar gesetzlich garantiert. Daher sei ein Stromspeicher derzeit noch verzichtbar, erklärt Witt: „Bei der Installation einer Photovoltaikanlage sollte allerdings darauf geachtet werden, dass ein Speicher leicht nachrüstbar ist.“ Und bei der individuellen Planung sollte zudem berücksichtigt werden, dass von Bund und Land Fördermittel für Stromspeicher verfügbar seien.


Bad Oeynhausen ist Teil der Weltklimakonferenz

Pressemitteilung 8.11.2017

Klimaschutzmanager wird Klima-Bündnis-Botschafter

Vom 6. bis zum 17. November tagt die Weltklimakonferenz in Bonn. Der Klimaschutzmanager der Stadt Bad Oeynhausen, Andreas Witt, wird dabei sein, um die kommunalen Erfahrungen mit Klimaschutzmaßnahmen in die Konferenz einzubringen. „Wir unterstützen als Mitglied im Klima-Bündnis bereits seit 1995 deren Klimaschutz-Ziele“, erklärt Achim Wilmsmeier, der Bürgermeister von Bad Oeynhausen: „Gerade in unseren eigenen Liegenschaften gehen wir mit gutem Beispiel voran und konnten die Treibhausgas-Emissionen seit 1990 um rund 80 Prozent senken.“ Dies zeige gleichzeitig, dass sich Klimaschutz auch wirtschaftlich auszahlen könne. „In Zukunft werden wir uns aber noch größeren Herausforderungen stellen müssen“, so Wilmsmeier: „Und dabei werden wir die Unterstützung von Bund und Land brauchen, die wiederum von den Signalen abhängt, die von den Weltklimakonferenzen ausgeht.“ Bad Oeynhausen wolle die eigenen Erfahrungen einbringen und sich gemeinsam mit dem Klima-Bündnis für verlässliche Rahmenbedingungen für den Klimaschutz einsetzen.

„Mit dieser Motivation haben wir uns beim Klima-Bündnis um einen der Plätze als akkreditierte Klima-Bündnis-Botschafter beworben und den Zuschlag erhalten“, erklärt Witt. Er wird in der zweiten Woche der Klimakonferenz nach Bonn fahren können. Insgesamt 14 Vertreter aus Kommunen und Kreisen gehören zur Delegation des Klima-Bündnis, die auf der Konferenz die Interessen der mehr als 1700 Mitglieder des Verbandes einbringen wollen. „Bei dieser internationalen Konferenz muss es auch darum gehen, die Kommunen zu stärken“, sagt Witt: „Der Klimawandel ist global, aber die Folgen werden wir vor allem auf der lokalen Ebene zu spüren bekommen, wenn jetzt nicht gegengesteuert wird.“  


Heizen mit Öl, Gas, Holz, Strom oder Sonne?

Pressemitteilung 23.10.2017

Die Auswahl des Brennstoffs hat große Auswirkungen auf die Heizkosten. Gerade wenn sowieso eine neue Heizung installiert werden soll, sei es sinnvoll, sich über diese grundsätzliche Entscheidung Gedanken zu machen, sagt Energieberaterin Michaela Prelle von der Verbraucherzentrale: „Und auch bei Fördermitteln macht es einen spürbaren Unterschied, ob man zum Beispiel auf Öl oder Holzpellets setzt.“

„In den vergangenen Jahren waren die Brennstoffkosten von Holzpellets deutlich geringer als die von Gas“, sagt Prelle. Aber welcher Energieträger unterm Strich der günstigere sei, hänge auch vom Gebäude sowie vom Nutzer ab. So könne vor allem in sehr gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung eine mit Strom betriebene Wärmepumpe die beste Wahl sein, während vom gleichen Heizungssystem in manchen Altbauten ausdrücklich abzuraten sei. „Die Hausbesitzer haben die Qual der Wahl“, so Prelle.

Dabei sei eine Reihe von Faktoren bei der Entscheidung zu bedenken. Das beginnt beim möglicherweise erforderlichen Lagerraum, erklärt Prelle. Dort, wo bislang Öltanks stünden, könne allerdings genauso gut ein Lager für Holzpellets errichtet werden. Dieser Energieträger könne auch vorteilhaft sein, wenn weitere Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden sollen. Denn die Höhe von Fördermitteln hänge davon ab, wieviel Treibhausgase eingespart werden können. „Und die Treibhausgas-Bilanz sieht mit Holzpellets oder Scheitholz sehr gut aus“, sagt die Energieexpertin. Dafür müsse man sich beim Energieträger Holz etwas mehr um die Heizung kümmern und zum Beispiel im Abstand von ein paar Wochen den Aschebehälter leeren.

„Es ist sogar möglich, ein Gebäude zu mehr als 50 Prozent mit der Sonne zu heizen“, berichtet Prelle: „Die wird dann mit Sonnenkollektoren eingefangen und in großen Speichern bis in den Winter hinein gesichert.“ Dies sei nicht nur bei Neubauten möglich, sondern sogar Altbauten könnten zu „Sonnenhäusern“ umgebaut werde. Allerdings sei dies mit einem erheblichen baulichen Aufwand und höheren Investitionskosten verbunden, so Prelle: „Dafür spart man in den kommenden Jahrzehnten sehr kräftig bei den Brennstoffkosten.“


Energie-Checker am 18.10. in der Stadt

Pressemitteilung 10.10.2017

Kostenloser Tausch von alten Glühbirnen gegen neue LED

Am 18. Oktober treffen sich von 14:00 bis 17 Uhr gleich mehrere Energie-Beratungs-Institutionen der Verbraucherzentrale und der Caritas vor dem Bahnhof in Bad Oeynhausen, um sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu stellen. Auch die Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen ist mit von der Partie. Sie bringt 200 moderne LED-Leuchtmittel mit, die kostenlos gegen alte Glühbirnen getauscht werden können. „Pro Haushalt können wir eine moderne LED in Birnenform abgeben, so lange der Vorrat reicht“, erklärt Klimaschutzmanager Andreas Witt: „Die modernen Leuchtmittel ersetzen eine klassische 60-Watt-Glühlampe, verbrauchen jedoch mindestens 80 Prozent weniger Strom bei gleicher Leistung.“ Bei einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 5 Stunden am Tag spare man durch den Tausch von nur einer Glühlampe rund 20 Euro pro Jahr.

Die Verbraucherzentrale berät am Stand vor dem Bahnhof über weitere Möglichkeiten der Umstellung auf LED und andere Einsparoptionen. „Wir stehen hier ganz direkt gern für alle Fragen rund um die Energie zur Verfügung“, sagt Michaela Prelle, Energieberaterin bei der Verbraucherzentrale. Es sei auch möglich, weitergehende Beratungstermine zu vereinbaren.

Ebenso steht auch bei der Aktion Stromspar-Check der Caritas die Energieberatung im Mittelpunkt. Sie richtet sich vor allem an Haushalte, die Wohngeld, Arbeitslosengeld 2 oder Sozialhilfe beziehen. „Wir kommen mit unseren Beraterinnen und Beratern zu den Menschen, die ihr Geld für anderes als Energie ausgeben sollten“, sagt Madeleine Kuchenbecker, die Leiterin des Stromspar-Checks beim Caritas-Verband Minden. Verbunden ist der Stromspar-Check mit ganz praktischen Soforthilfen zum Energiesparen im Wert von 70 Euro, die den Haushalten bei der Beratung sogar kostenlos zur Verfügung gestellt werden. „Der 18. Oktober ist vor dem Bahnhof in Bad Oeynhausen ein sehr guter Zeitpunkt, um uns kennenzulernen und vielleicht auch direkt einen Termin zu vereinbaren“, so Kuchenbecker. Der Auftritt in Bad Oeynhausen sei Teil des bundesweiten „Aktionstages Stromspar-Check“, der am 18. Oktober auch in anderen Städten veranstaltet wird.

„Ich freue mich, dass wir hier gemeinsam an einem Strang ziehen“, betont Witt: „Die gesammelte Beratungskompetenz haben wir an einem Ort.“ So könne für den Klimaschutz, aber auch für den individuellen Geldbeutel etwas erreicht werden. Für jeden gebe es ein passendes Beratungsangebot, für Mieterinnen ebenso wie für Gebäudeeigentümer.


Klimabündnis zeichnet Bad Oeynhausen aus

Pressemitteilung 26.9.2017

Das Klimabündnis im Mühlenkreis hat die Stadt Bad Oeynhausen besucht, um sie aufgrund ihrer aktiven Mitgliedschaft auszuzeichnen. Bürgermeister Achim Wilmsmeier erklärte, das Bündnis leiste als Mahner für den Klimaschutz auf Kreisebene eine wichtige Aufgabe. „Klimaschutz ist eine globale Aufgabe und ebenso ein regionales Anliegen.“ Zwar werde Ostwestfalen vom Klimawandel weniger stark betroffen sein als andere Regionen in der Welt. Doch auch hier sei eine Zunahme der Starkregen- und Hochwassergefahr zu erwarten. Zudem werde die Zahl der heißen Tage nach Aussage der Klimawissenschaftler in den kommenden Jahrzehnten auch in Bad Oeynhausen zunehmen. Dies sei für den Gesundheitsstandort ein relevantes Thema.

Rainer Rohrbeck, der Vorsitzende des Klimabündnisses im Mühlenkreis, betonte, jede einzelne Kommune könne für den Klimaschutz etwas tun. Und es sei zu begrüßen, dass nun auch der Kreis Minden-Lübbecke ein Klimakonzept erarbeiten lasse. „Bad Oeynhausen ist hier mit seinem Konzept aus dem Jahr 2010 ein Vorbild gewesen.“ Der Klimaschützer wies allerdings auch auf die gewachsenen Herausforderungen hin. Es sei noch viel zu tun, um die Ziele der Vereinbarung einhalten zu können, die im Jahr 2015 bei der internationalen Klimaschutzkonferenz getroffen wurde. Das Klimabündnis setzte sich dafür ein, kreisweit den Energieverbrauch zu reduzieren und erneuerbare Energien auszubauen.

Bad Oeynhausen sei bei seinen selbst gesetzten Zielen auf einem guten Weg, berichtete Andreas Witt von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen. So hätten die privaten Haushalte von 2007 bis 2014 ihre Treibhausgasemissionen schon um rund 20 Prozent verringert. Und in den eigenen Liegenschaften der Stadt sei seit 1990 sogar eine Reduktion von fast 80 Prozent erreicht worden. In beiden Fällen sei dies auf Effizienzmaßnahmen zurückzuführen und im Strombereich auf den gestiegenen Anteil erneuerbarer Energien. Witt räumte jedoch ein, gemessen an den Zielen von Paris und auch dem Klimaschutzplan der Bundesregierung müsste auch in Bad Oeynhausen noch mehr getan werden. „Unsere bisherigen Erfolge zeigen, dass es geht, aber wir müssen kontinuierlich weiter arbeiten.“ Die Bevölkerung und auch die Unternehmen zögen gut mit. „Das zeigen die Zahlen“, so Witt. Aufgabe der Stadt sei es, Unterstützung zu geben. In diesem Zusammenhang wies der kommunale Klimaschutzmanager auf die vielfältigen Beratungsangebote hin, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen und Vereine bei der Koordinierungsstelle abrufen könnten.

„Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, sagt Wilmsmeier. Jeder für sich allein könne zwar etwas tun, aber wirklich etwas ausrichten könne man nur gemeinsam. „Klimaschutz sollte kein vereinzeltes Sonderprojekt sein“, so der Bürgermeister: „Er kann nur als integraler Bestandteil der Stadtentwicklung nachhaltig sein und muss in möglichst vielen Bereichen berücksichtigt werden.“ Ein weiteres Beispiel sei die Mobilität: „Wenn wir den Verkehr mehr an Klimaschutzanforderungen ausrichten, schonen wir damit nicht nur die Umwelt, sondern auch die Menschen.“ So sei der Umbau der Mindener Straße in Verbindung mit dem integrierten Stadtentwicklungskonzept und auch dem Radschnellweg eine Chance, den Verkehrslärm zu reduzieren, die Luft zu verbessern und Bad Oeynhausen noch lebenswerter zu machen. „So helfen wir uns und dem Klima“, bekräftigt Wilmsmeier.

Bad Oeynhausen ist bereits seit 2009 Mitglied des Klimabündnisses im Mühlenkreis e.V., das ein Jahr zuvor gegründet worden ist. Das Bündnis setzt sich aus Kommunen, Unternehmen und engagierten Privatpersonen zusammen. Im Kreis von sich reden gemacht hat das Bündnis durch die Klima-Olympiade und den Wettbewerb „Meine Energiewende. „


Spartipps für Warmduscher

Pressemitteilung 26.9.2017

Auch in der Warmwassernutzung stecken unvermutet große Einsparpotenziale. Sie können sich zu einem dreistelligen Betrag im Jahre summieren. Darauf macht Energieberaterin Michaela Prelle von der Verbraucherzentrale aufmerksam. Hauseigentümer, aber auch Mieter können durch einfache Maßnahmen Energie und Geld sparen. „Und das ganz ohne Komfortverlust“, betont Prelle: „Warmduscher müssen auf nichts verzichten, können aber dennoch sparen.“

Eine einfache Sparmaßnahme könne auch jeder Mieter selbst umsetzen, erklärt Prelle. Durch einen üblichen Duschkopf flössen bis zu 16 Liter in der Minute. Spar-Duschköpfe kämen dagegen mit 5 bis 9 Litern aus. Weil hier mehr Luft in das Wasser gemischt werde, sei dies beim Duschen aber nicht zu merken, sagt Prelle: „In der Summe ist das eine große Ersparnis.“ Man spare beim Wasserbezug und noch mehr beim Abwasser. Während 1000 Liter Trinkwasser in Bad Oeynhausen 1,80 Euro kosten, muss man für die gleiche Menge Abwasser 2,98 Euro zahlen. Und hinzu komme noch die Energie, die für das Erhitzen des Wassers benötigt werde, so Prelle. Dusche man 6 Minuten, so liege der Unterschied zwischen sehr sparsamem und üblichem Duschkopf bei rund 2 Kilowattstunden. „Das macht bei einem elektrischen Durchlauferhitzer mehr als 50 Cent pro 6-Minuten-Dusche aus.“ Bei einem vierköpfigen Haushalt könnten sich die eigentlich unnötigen Kosten so im Jahr leicht auf insgesamt 500 Euro summieren. „Mit unserer Kampagne ‚Dreh auf und Spar‘ wollen wir von der Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen genau darauf aufmerksam machen.“

Ein noch größeres Einsparpotenzial sei vorhanden, wenn von elektrischen Durchlauferhitzern auf eine zentrale Wassererwärmung umgerüstet werden könne, erklärt Prelle. Denn die Kosten für die Wärmeerzeugung seien mit Strom am höchsten. „Die Umstellung kann aber nur der Hauseigentümer veranlassen“, so Prelle: „Es gibt öffentliche Fördermittel, die ihm dabei helfen“. Dann sei auch eine Solaranlage interessant, die nach der Installation warmes Wasser zum Nulltarif liefere. Hier sei es sogar möglich, Fördermittel des Bundes und des Landes zu kombinieren. Hauseigentümer könnten aber auch schon mit  einfachen Maßnahmen gegen Wärmeverschwendung vorgehen. Prelle nennt als Beispiel die Dämmung von Warmwasserrohren.


Neues Verfahren bei Zuschüssen des Bundes für moderne Heizungen

Pressemitteilung vom 28.8.2017
 
Das Marktanreizprogramm des Bundes ist für Hausbesitzer sehr attraktiv, die die Wärmeversorgung auf eine andere Technologie umstellen wollen. So lockt ein Zuschuss von mehr als 10.000 Euro, wenn in einem effizienten Gebäude eine Holzheizung plus Solarwärmeanlage zum Einsatz kommen soll. „Und dies kann unter Umständen noch mit der Landesförderung kombiniert werden“, erklärt Witt. Es sei allerdings wichtig, sich vorab mit den Fördermodalitäten zu befassen.
 
Informationen zu Förderprogrammen sowie Hilfe bei der Wahl der geeigneten Heizung gibt es auch bei einer individuellen Energieberatung, die von der Verbraucherzentrale in Kooperation mit der Stadt angeboten wird. Am 7. September und 5. Oktober sind noch Termine frei. Sie können über die Koordinierungsstelle Klimaschutz unter der Nummer 05731 14-2527 gebucht werden. Dank eines Zuschusses vom Bund kosten 45 Minuten Beratung nur 7,50 Euro.
 
Die Bundesregierung ändert das Antragsverfahren für Zuschüsse aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien. Darauf macht Andreas Witt von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen aufmerksam: „Das betrifft Solarkollektoren, Holzheizungen und Wärmepumpen. Bislang ist es möglich, eine solche Anlage zur Wärmeversorgung in Betrieb zu nehmen und erst später den Förderantrag zu stellen. Ab dem 1. Januar 2018 muss der Antrag gestellt werden, bevor ein Installateur beauftragt wird.“ Problematisch könne die Umstellung des Verfahrens bei Anlagen sein, die in diesem Jahr in Auftrag gegeben, aber nicht mehr in Betrieb genommen werden. 


Gegen die Verwirrung im Heizungskeller

Pressemitteilung vom 18.8.2017
 
Meist wird es zeitlich eng, wenn die Heizung einen Defekt hat und möglichst schnell durch eine neue ersetzt werden muss. „Es ist allerdings sehr sinnvoll, sich rechtzeitig damit zu befassen, welches neue Heizungssystem für das eigene Haus das passendste ist“, sagt Andreas Witt von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen. „Es gibt eine sehr große Auswahl an Technologien, aber nicht jede ist gleich gut für das jeweilige Gebäude geeignet.“
 
Eine erste Orientierung bietet die von der Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit der Stadt angebotene Energieberatung, für die das nächste Mal am 7. September Termine gebucht werden können. Für individuelle Beratungen stehen Zeitfenster von 45 Minuten zur Verfügung. Sie kosten dank einer Bundesförderung nur 7,50 Euro. Die Termine können bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz unter der Nummer 05731 14-2527 vereinbart werden.
 
In den vergangenen Jahren ist die Vielfalt an Heizungssystemen gestiegen. Neben den klassischen Öl- und Gaskesseln gibt es die Brennwertheizung, moderne Holzpelletsanlagen, Blockheizkraftwerke, Brennstoffzellen, Wärmepumpen und weitere Varianten. Sie können jeweils noch durch Solarwärmekollektoren ergänzt werden. „Diese Vielfalt kann durchaus verwirrend sein“, meint Witt: „Die Energieexpertin der Verbraucherzentrale kann aber dabei helfen, den Überblick zu gewinnen.“ Während zum Beispiel das eine Gebäude sehr gut mit einer Wärmepumpe versorgt werden könne, sei diese Technik bei einem anderen völlig ungeeignet. „Und es ist auch nicht so, dass die bisher in einem Haus eingesetzte Heizungsform tatsächlich weiterhin die beste ist.“
 
Gerade beim Umstieg von Öl- und Gaskesseln auf moderne, deutliche sparsamere Systeme stehen derzeit zudem sehr gute Fördermöglichkeiten von Bund und Land zur Verfügung. Je nach Technik kann die Fördersumme bei einigen tausend Euro liegen. „Die Fördermittel müssen auf jeden Fall rechtzeitig vor dem Auftrag an den Installateur beantragt werden“, weiß Witt. Daher könne sich eine rechtzeitige Beratung sogar doppelt auszahlen. Es werde so nicht nur einfacher, die für Haus und Geldbeutel angemessene Heizung zu finden. Hauseigentümer erhielten so auch die Zeit, sich im „Förderdschungel“ zurechtzufinden. Auch dabei helfe die Energieberaterin. So werde es möglich, eine fundierte Entscheidung über die nächste Heizung zu treffen. „Und in einigen Fällen,“ ergänzt Witt, „lohne es sich sogar, nicht bis zum Ende der alten Anlage zu warten, sondern sie schon jetzt durch eine neue zu ersetzen.“ 
 


Verbraucherzentrale informiert über energieeffiziente Haushaltsgeräte

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale informiert über effiziente Geräte. „Ein Dreipersonenhaushalt kann mit effizienten Haushaltsgeräten seine Stromkosten um ein Drittel senken“, erklärt Michaela Prelle, die als Energieberaterin der Verbraucherzentrale in der Stadtbücherei von Bad Oeynhausen Beratungstermine anbietet. Kooperationspartner ist die Stadt Bad Oeynhausen.
 
Speziell bei Waschmaschinen, Trocknern und Kühlschränken lassen sich mit einem Neugerät bis zu 80 Euro jährlich sparen. Darüber hinaus schont die neue Technik nicht nur den Geldbeutel, sondern schützt auch das Klima und steigert den Komfort. Die Beratung kann auch die Frage klären, ob es sich lohnt, ein altes Geräte gegen ein neues auszutauschen. Es ist auch möglich, ein Strommessgerät auszuleihen.
Eine erste Orientierung für den Kauf bieten die Energielabel, die die Energieeffizienz eines Gerätes von G (schlecht) bis A+++ (sehr gut) angeben. Dabei variieren die Stromverbräuche selbst in den oberen Klassen enorm. So verbraucht ein Kühlschrank A++ 50 Prozent mehr Strom als ein Kühlschrank mit A+++. 


Hausdämmung – sinnvoll oder gefährlich?

Pressemitteilung im Juli
Hausdämmung – sinnvoll oder gefährlich?
 
Nach dem Hochhausbrand, der im Juni in London vielen Menschen das Leben gekostet hat, wird auch in Deutschland geprüft, ob solche Gebäude für den Brandschutz ausreichend gerüstet sind. Schlagzeilen machte ein Gebäude in Wuppertal, das die Stadt kurzfristig räumen ließ. „Problematisch ist eine Dämmung mit Polystyrol, wenn Brandschutzmaßnahmen nicht beachtet werden“, erklärt Andreas Witt von der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt Bad Oeynhausen.
 
Wie ein aktuelles, gemeinsames Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren, des Deutschen Feuerwehrverbandes sowie der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes erklärt, können Brände von Wärmedämmverbundsystemen mit Polystyrolschaum die Feuerwehren vor enorme Herausforderungen stellen. Sie empfehlen, Brandriegel aus nicht brennbaren Materialien in jedem Geschoss vorzusehen. Eine Gefahr bei bestehenden Dämmsystemen könne insbesondere dann auftreten, wenn etwa ein Müllcontainer oder ein Fahrzeug direkt an der Fassade zu brennen beginne.
 
„Wer neu dämmen und gleichzeitig den Einsatz von Polystyrol umgehen möchte, kann allerdings auch auf eine ganze Reihe von anderen Dämmmaterialien zurückgreifen“, sagt Witt: „Dabei hat jeder Dämmstoff seine besonderen Vorteile. Es gibt auch solche, die garantiert nicht brennen.“ Zu bedenken sei auch, dass Dämmmaßnahmen zum Beispiel im Dachstuhl alter Gebäude zu einem verbesserten Brandschutz beitragen können.
 
„Die Vorteile einer gut geplanten Dämmung überwiegen bei weitem die Nachteile“, erklärt Witt. Sie reduzieren den Energieverbrauch. Sie führen allerdings auch zu einem deutlich gesteigerten Wohlfühlklima im Gebäude, weil die Innenwände im einem behaglichen Temperaturniveau gehalten werden können.
 
Wer sein Haus mit einem Dämmsystem ausstatten will, sollte sich unabhängig beraten lassen. Auch dafür steht in Bad Oeynhausen einmal im Monat an jedem ersten Donnerstag in Kooperation mit der Verbraucherzentrale eine individuelle Energieberatung in der Stadtbücherei zur Verfügung. Sie kostet dank Förderung durch den Bund für eine halbe Stunde nur 5 Euro. Die nächsten Termine gibt es am 3. August zwischen 14 und 18 Uhr. Sie können bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz unter der Telefonnummer 05731 14-2527 gebucht werden. 


Solaranlagen für die Wärmeversorgung

Pressemitteilung im Juni
Solaranlagen für die Wärmeversorgung
 
Wenn die Sonne richtig scheint, produziert schon ein schwarzer Schlauch warmes Wasser. Deutlich effizienter funktioniert das mit einer Solarwärme- bzw. Solarthermie-Anlage. Eine kleine Anlage kann rund 60 Prozent des Warmwasserbedarfs liefern. Ist sie etwas größer, so kann sie etwa 20 bis 30 Prozent des kompletten Wärmebedarfs eines Gebäudes decken.
Eine gute Möglichkeit, sich über die Voraussetzungen zur Nutzung einer Solarwärmeanlage zu informieren, bietet die Energieberatung am 6. Juli in den Räumen der Stadtbücherei. Sie wird von der Verbraucherzentrale NRW in Kooperation mit der Stadt Bad Oeynhausen angeboten. Dank einer Förderung durch den Bund kostet die halbstündige, individuelle Beratung nur 5,- Euro. Anmeldungen sind bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz der Stadt unter der Telefonnummer 05731 14-2527 möglich. Es können bei der Beratung alle Fragen rund um die Energie in Haus und Wohnung angesprochen werden.
„Einige 100.000 Solarwärmeanlagen liefern in Deutschland bereits Energie“, sagt Andreas Witt von der Koordinierungsstelle Klimaschutz: „Es handelt sich also um eine grundsätzlich bewährte Technik.“ Dennoch komme es darauf an, für das jeweilige Gebäude eine gute Lösung zu finden. So könne es reizvoll sein, wenn ab dem späten Frühjahr bis in den Herbst die Heizung komplett ausgeschaltet werden könne, weil eine Solaranlage die Wärme liefert. „Das ist bereits mit wenigen Quadratmetern Kollektorfläche und passendem Speicher möglich“, so Witt. In eine größere müsse mehr investiert werden, dafür sei die Energieeinsparung deutlich höher.
„Für viele Haushalte kann eine Solarwärmeanlage eine gute Option sein, um langfristig Energiekosten zu sparen und sich gegen steigende Wärmepreise abzusichern“, sagt Witt. Allerdings sei es sinnvoll, sich vor dem Auftrag an einen Handwerker unabhängig beraten zu lassen. Und wer sich zusätzlich absichern wolle, für den stehe sogar der von der Verbraucherzentrale NRW angebotene „Solar-Check“ zur Verfügung, bei dem ein Experte überprüft, ob eine Solarwärmeanlage optimal installiert worden ist.


Eine Solarwärmeanlage besteht im Wesentlichen aus drei Komponenten: Der Kollektor auf dem Dach enthält wasserführende Leitungen, die mit einem Blech verbunden sind. Das ist beschichtet, um möglichst viel Solarenergie einzufangen. Die Leitungen sind in einem isolierten Kasten unter einer Glasabdeckung untergebracht. Vom Dach wird die Wärme in den Solarspeicher geleitet, der ausreichend groß sein sollte, um genügend Wärme zu speichern. Die Regelung soll für einen reibungslosten und effizienten Betrieb der Solarwärme-Anlage sorgen.


Termine für den Solarwärme-Check können bei der Verbraucherzentrale unter der 0211 33 996 555 oder bei der Koordinierungsstelle Klimaschutz unter 05731 14-2527 gebucht werden.



Broschüre zu sparsamen Haushaltsgeräten 2016/2017

Die neue Broschüre "Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2016/2017" enthält eine detaillierte Übersicht, die über Energiekosten von Waschmaschinen, Kühlschränken etc. informiert. Das Sparpotenzial liegt während der Lebenszeit der Geräte bei einigen tausend Euro.
Weitere Informationen und die Broschüre als Download finden Sie hier


Ansprechpartner

Stadt Bad Oeynhausen
Rathaus II
Schwarzer Weg 6
D-32549 Bad Oeynhausen
 
Energieberatung
Wolfram Schlingmann
Telefon: 05731 14-2501
 
Koordinierungsstelle Klimaschutz
Andreas Witt
Telefon: 05731 14-2527 


Bad Oeynhausens Klimaschutzinitiative

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