Bad Oeynhausen

Stadt entwickelt und vermarktet erstmals Bauflächen selbst

Bezahlbarer Wohnraum vor allem für junge Familien

Mit dem Neubaubereich „Auf der Horst/Stüheweg“ entwickelt und vermarktet die Stadt Bad Oeynhausen erstmals selbst Bauflächen. Die Details dazu hat Bürgermeister Lars Bökenkröger heute mit dem mit technischen Beigeordneten Thomas Lüer und dem Wirtschaftsförderer Patrick Zahn vor Ort in Eidinghausen vorgestellt. Das neue Baugebiet ist insgesamt rund 3300 Quadratmeter groß und in sieben etwa gleich große Baugrundstücke von ca. 550 Quadratmeter aufgeteilt. „Wir setzen mit diesem Projekt einen ersten Baustein des Handlungskonzepts Wohnen um und wollen damit vor allem junge Familien nach Bad Oeynhausen locken oder zum hierbleiben anregen“, erläutert der Bürgermeister dieses neue Engagement der Stadt.

„Wir haben in Bad Oeynhausen eine gesunde Wirtschaftsstruktur und einen starken Mittelstand. Dazu kommen die Kliniken mit Tausenden Arbeitsplätzen und in all diesen Bereichen werden Fachkräfte gebraucht, denen wir hier vor Ort ein attraktives Wohnumfeld schaffen wollen.“ Dazu zähle zum Beispiel auch, dass unmittelbar neben dem Neubaugebiet ein neuer Kindergarten entsteht. Außerdem sei mit dem Neubau der Grundschule in Eidinghausen auch ein wichtiges Projekt für den Bildungsstandort Bad Oeynhausen auf einem guten Weg. „Wir investieren hier also in die Zukunft unserer Stadt und deshalb ist es mir besonders wichtig, dass wir dieses Zeichen verantwortlich als Stadt selbst setzen.“

„Mit diesem Projekt setzen wir erstmals die politischen Beschlüsse zur strategischen Entwicklung des Wohnungs- und Siedlungsbaus in Bad Oeynhausen um“, ergänzt der Technische Beigeordnete Thomas Lüer. Dabei gehe es vor allem auch darum, die Bebauung in Innenbereichen zu verdichten und eher sekundär in den Randbereichen neue Baugebiete auszuweisen. „Wir verfolgen hier selbstverständlich auch das seit Jahren etablierte Klimaengagement der Stadt und forcieren hier in unserem Baugebiet das klimaengagierte Bauen.“

Die Vermarktung des neuen Baulandes erfolgt durch die Wirtschaftsförderung, die auch für die Verwaltung und Vermarktung städtischer Liegenschaften zuständig ist. „Die Grundstücke werden über ein Bewerberverfahren vergeben“, sagt Wirtschaftsförderer Patrick Zahn. „Dazu gibt es ein Bewerberformular auf der Internetseite der Stadt. Das Bewerbungsverfahren startet offiziell am kommenden Montag. Die Vergabe erfolgt über vom Stadtrat beschlossenen Verkaufsrichtlinien, die ebenfalls auf der Internetseite abrufbar sind.“ Die Frist für die Bewerbung endet nach acht Wochen am 6. Dezember, spätere Bewerbungen können nicht mehr berücksichtigt werden.

„Angesichts der großen Nachfrage nach Baugrundstücken ist uns bewusst, dass vielleicht nicht alle Bewerber zum Zuge kommen“, sagt Zahn. Grundsätzlich verfolgt die Stadt das Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und in Zukunft ähnliche Wohnbauprojekte in anderen Stadtteilen auf den Weg bringen. „Wer Interesse hat, kann deshalb sehr gerne mit der Wirtschaftsförderung Kontakt aufnehmen, um sich in eine Interessenliste aufnehmen zu lasen.“

Detaillierte Angaben zu den Baugrundstücken und zum Bewerberverfahren finden Sie hier.