Bad Oeynhausen

Bessere Struktur für die Feuerwehr

Arbeitsgruppe erzielt gemeinsam Ergebnisse

Beigeordneter Stefan Tödtmann hat im Hauptausschuss die nächsten Schritte zur Verbesserung der Struktur in der Bad Oeynhausener Feuerwehr vorgestellt. So ist geplant, statt bisher 5 Dienstgruppen ab 1. Juli 2018 drei Wachabteilungen für den Brandschutz einzusetzen. Dabei wird der Wachabteilungsleiter als zentrales Führungsorgan mit Personalverantwortung gestärkt. „Dieser Wachabteilungsleiter ist dann der erste Vorgesetzte innerhalb der Truppe, der zum Beispiel auch die Dienstplanung und Personalentwicklung für seine Wachabteilung übernimmt“, sagt Stefan Tödtmann. Durch die neue Gliederung sind die Zuständigkeiten auch klar festgelegt und die Kommunikation untereinander soll sich verbessern. Außerdem verbessere sich die Personalsituation bei der Feuerwehr in Zukunft etwas. So werde die Stadt drei neue Brandmeister einstellen. „Hinzu kommen in den nächsten zwölf Monaten sechs Brandmeisteranwärter einstellen. Jeweils zwei zum 1. April, zum 1. Oktober und dann im kommenden Jahr wieder zum 1. April“, erläutert Tödtmann. Spätestens mit Aufschaltung zur Kreisleitstelle wird sich die Personalsituation so verbessern, dass wieder eine geregelte und planbare 48-Stunden-Woche für die Beamten realisiert werden kann. Durch den Wegfall von 10 Stellen besteht dann darüber hinaus die aktive Personalentwicklung um die in den nächsten Jahren durch Pensionierungen frei werdenden Stellen nachzubesetzen.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte der für die Feuerwehr zuständige Beigeordnete gemeinsam mit dem Bürgermeister intensive Gespräche mit den Beschäftigten der bei der Feuerwehr geführt. Nach diesen Gesprächen wurden für die Haushaltsberatungen der Stellenplan bei der Feuerwehr angepasst, um durch eine bessere Besoldung auch bei Berufsanfängern mehr Attraktivität zu schaffen. Erste Beförderungen wurden nach dem Beschluss des Stellenplans durch den Rat umgehend umgesetzt. Zusätzlich wurden Stellen für Staffelführer, Brandmeister und Brandmeisteranwärter ausgeschrieben. Tödtmann: „Zusätzlich haben wir die räumliche Ausstattung bei der Feuerwehr verbessert und Personalentwicklungsgespräche mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt.“ Darin hat sich gezeigt, dass die Feuer- und Rettungswache über sehr gutes Personal verfügt und klare Vorstellungen zur Entwicklung der Wache bestehen.

Ende vergangenen Jahres hat der Beigeordnete schließlich eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Aufgabe hat, die Aufbau- und Ablauforganisation der hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache Bad Oeynhausen zu optimieren. „Mir war es wichtig, dass die Arbeitsgruppe paritätisch besetzt ist, um Ideen und Vorstellungen aus der Truppe bei einer möglichen Strukturänderung der Wache einfließen zu lassen“, sagt Stefan Tödtmann. So haben neben der Wehrleitung, der Verwaltung sowie der Personalvertretung auch jeweils zwei Kollegen für den Brandschutz und für den Rettungsdienst dieses erste Ergebnis mit erarbeitet.

Kurz vor Weihnachten gab es die erste Sitzung, in der wie bei den anderen Treffen offen und ehrlich diskutiert wurde. „Für uns war die Teilnahme in einer solchen Gruppe neu. Innerhalb der Gruppe waren wir vollwertige Mitglieder und konnten auf Augenhöhe diskutieren und Ideen einbringen. Unsere angesprochenen Kritikpunkte wurden ernst genommen und als konstruktiv angesehen,“ versichern Matthias Rehberg und Dirk Lämmle, die für den Brandschutz und den Rettungsdienst in der Arbeitsgruppe sitzen.

Bereits nach zwei Sitzungen stand ein Teilergebnis fest, dass bei einer weiteren Besprechung konkretisiert und am 1. März 2018 schließlich den Kolleginnen und Kollegen der Feuer- und Rettungswache vorgestellt wurde. „Ohne die tolle Mitarbeit aus der Truppe wäre ein so gutes und schnelles Ergebnis nicht möglich gewesen“, ist sich Ina Rosenkranz sicher, die zusammen mit Christian Althoff für die Verwaltung viele Gespräche innerhalb der Wache geführt hat. Stefan Meier als Leiter der Bad Oeynhausener Feuerwehr ergänzt: „Jetzt sind alle gefordert die Struktur zu beleben  und Kommunikationswege einzuhalten aber auch einzufordern“. Mit der Präsentation im Hauptausschuss ist die Arbeitsgruppe aber noch nicht am Ziel. „Wir werden weiter an der Struktur des Rettungsdienstes arbeiten, um uns auch hier als moderner Arbeitgeber zu präsentieren, der sich den Herausforderungen im Rettungsdienst für die Zukunft stellt“, sagt  Florian Wormstedt vom Rettungsdienst.

Ausgangspunkt für die Überlegungen zu einer neuen Struktur war eine starker Wechsel beim Personal und eine hohe Belastung seit Anfang 2017. Beigeordneter Stefan Tödtmann sieht die Stadt Bad Oeynhausen mit ihrer Freiwilligen Feuerwehr und der hauptamtlichen Wache mit den nun erzielten Ergebnissen auf einem guten Weg. Auch andere Wehren in der Region stünden vor ähnlichen Personalproblemen. In Minden zum Beispiel soll eine ähnliche Arbeitsgruppe wie in Bad Oeynhausen ihre Arbeit demnächst starten.

 

Foto von links: Matthias Rehberg, Florian Wormstedt (beide Rettungsdienst), Stefan Tödtmann, Ina Rosenkranz, Christian Althoff, Dirk Lämmle, Stefan Meier und Falk Ueckermann. Es fehlen Frank Pfeiffer und Heike Lindemann