Bad Oeynhausen

Förderverein Freibad Lohe poliert das Freibad auf

Ehrenamtliche machen Freibad zukunftsfähig

Mit viel ehrenamtlichem Engagement und der Hilfe der Stadt Bad Oeynhausen und von Sponsoren hat der Förderverein Freibad Lohe das Freibad in den vergangenen Wochen zukunftsfähig gemacht. Bürgermeister Achim Wilmsmeier hat sich am Dienstag bei einem Besuch vor Ort das Ergebnis der Sanierungsarbeiten angesehen. „Es ist immer wieder schön zu sehen, was ehrenamtliches Engagement leisten kann“, sagte Wilmsmeier im Gespräch mit Mitgliedern des Fördervereins. Doris Unger vom Verein gab zur Begrüßung einen Überblick über die Arbeiten, der teilweise zu einem interessanten Ausflug in die Geschichte des Bades auf der Lohe wurde.

„Jeder der das Bad kennt, weiß, wie die Duschen nach vielen Jahren der Nutzung aussahen. Deshalb haben wir uns letztes Jahr entschieden, die lange geplante Renovierung umzusetzen“, sagte Doris Unger vor der neugestalteten Damenumkleide. Hier gibt es jetzt einen komplett neuen Duschbereich sowie eine Sammelumkleide und auch die Umkleidekabinen sind neu. „Unvorhersehbar war, dass die bestehende unbewehrte Sohle abgebrochen werden musste, da sie für den neuen Fliesenbelag nicht geeignet war.  Gleichzeitig wurden die Wasserleitungen neu verlegt, weil das alte Mischsystem nicht mehr dem heutigen Standard entsprach“, erklärte Unger mit Blick auf den Bau des Loher Freibades in den siebziger Jahren und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Wir haben natürlich nicht nur die Damenumkleide neu gemacht. Drüben bei den Herren ist auch alles neu.“

Der Förderverein hatte für die Sanierungsarbeiten im Herbst vergangenen Jahres einen Zuschuss bei den Stadtwerken beantragt. Den gab es schließlich aus den Mitteln für die Sportförderung der Stadt. „Für mich ist das ein Projekt, dasauf jeden Fall diese Förderung verdient“, sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier am Dienstag im Bad. Deshalb haben wir den Antrag in die Beratung des Sportausschusses gegeben, der schließlich im Oktober einen Zuschuss von 52.000 Euro bewilligt hat. Die verbleibenden

78.000 Euro trägt der Förderverein, der dazu viele kleine und auch große Sponsoren gewinnen konnte. Doris Unger macht allerdings deutlich, dass nicht allein das Geld entscheidend ist: „In der Sanierung stecken neben der Arbeit von Fachfirmen mehr als 700Stunden ehrenamtlicher Arbeit unserer Seniorenhelfer. Und der Altersschnitt dieser Gruppe liegt näher an der 80 als an der 70. Insgesamt wurden mehr als 1.000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit für dieses Projekt geleistet.“ Das beeindruckte neben dem Bürgermeister auch Tim Reinert vom Autohaus Boullier, der als einer der Sponsoren bei dem Besuch dabei war und selbst noch viele Kindheitserinnerungen an das Loher Freibad hat. Neben den Erfolgen des Vereins waren bei dem Gespräch im Freibad natürlich auch die Auswirkungen durch die Corona-Pandemie ein Thema. Der Förderverein hat sich in Absprache mit den Stadtwerken dazu entschieden, den Betrieb in diesem Jahr an die Stadtwerke zu übergeben. „Ein normaler Betrieb mit vielen zahlenden Gästen und den Einnahmen aus dem Kiosk ist unter den Hygieneauflagen in diesem Jahr einfach nicht möglich“, begründet Doris Unger diese Entscheidung verbunden mit einem großen Dankeschön an die Stadtwerke Bad Oeynhausen. „Wir gehen davon aus, dass wir im kommenden Jahr zu unserem gewohnten Freibadbetrieb zurückkehren können.“ Der Bürgermeister hat Verständnis für diese Entscheidung. Corona habe viele Bereiche des öffentlichen Lebens komplett verändert. „Ich denke, dass das liebevolle ehrenamtliche Engagement des Freibadvereins Freibad Lohe im kommenden Jahr weitergehen wird“,sagte Wilmsmeier. Selbstverständlich würden die Stadt Bad Oeynhausen und auch die Stadtwerke alles Nötigetun, um dem Ehrenamt hier und auch an anderen Stellen in der Stadtgesellschaft eine Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen.