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Bauarbeiten in der Fußgängerzone im Zeitplan

Täglicher Baufortschritt deutlich sichtbar

Die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt der Fußgängerzone liegen im Zeitplan. Das freut vor allem Bürgermeister Achim Wilmsmeier, der sich gleichzeitig aber auch über die Irritationen über den vermeintlich veränderten Bauablauf ärgert. Immerhin handelt es sich um eine herausragende Baustelle. Zuletzt war deutlich geworden, dass der Untergrund in der Paul-Baehr-Straße nicht so war, wie erwartet. „Der Untergrund wurde damals in den achtziger Jahren nicht so aufbereitet, wie es eigentlich auch damals schon Standard war“, sagt der Leiter des Bereichs Infrastrukturmanagement bei der Stadt, Jan-Martin Müller. „Die Firma Rasche hat hier sehr schnell reagiert und mit einer zusätzlichen Kolonne die notwendigen Mehrarbeiten erledigt, so dass wir nun kaum einen Zeitverlust haben.“ Zum Bauablauf hat der Bürgermeister in einem Gespräch in der vergangenen Woche  noch mal deutlich gemacht, dass die Kommunikation rund um diese Baustelle seitens der Stadt besser werden muss. „Der Technische Bereich hätte damals deutlicher darauf hinweisen müssen, dass es sich bei den angedachten Bauabschnitten lediglich um Planungen handelt, die natürlich erst dann konkret werden, wenn der Auftrag vergeben ist“, sagt Wilmsmeier. Natürlich könne man in der Ausschreibung auch den genauen Ablauf einer Baustelle festlegen. „Aber dabei würden wir die Erfahrungen missachten, die Baufirmen über Jahrzehnte bei Baustellen in Innenstädten gesammelt haben“, ergänzt der Technische Beigeordnete Thomas Lüer. Die Firma Rasche habe im ersten Bauablaufgespräch einen nachvollziehbaren und vernünftigen Vorschlag für den jetzigen Bauablauf gemacht, der schließlich auch vereinbart worden sei. Der Ablauf richte sich zum einen danach, welche Baumaterialien am schnellsten verfügbar seien. Und außerdem wäre ein Start mit dem Platz vor der Deutschen Bank und am Schweinebrunnen dem dann neuen Pflaster später zum Nachteil geraten: Denn bei den Arbeiten in der Paul-Baehr-Straße hätten die Baumaschinen über das schon fertiggestellte Pflaster vor der Deutschen Bank und am Schweinebrunnen fahren müssen. Lüer: „Dieses Argument der Firma Rasche konnten wir schlecht ignorieren, weshalb wir uns da sehr schnell einigen konnten.“ Der Bürgermeister hat vor allem einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten im Blick. Das sieht auch der Geschäftsführer der Firma Rasche, Johannes Josef Wienken, so, der regelmäßig im Dialog mit der Stadt steht: „Deshalb war es für uns auch keine Frage, schnell eine weitere Kolonne für die zusätzlichen Arbeiten in der Paul-Baehr-Straße bereitzustellen. Das ist unser tägliches Geschäft, solche Baustellen zügig und für den Kunden zufriedenstellend abzuwickeln.“ Bürgermeister Achim Wilmsmeier möchte, dass vor allem die Anlieger und auch alle anderen Bürgerinnen und Bürger engmaschiger über den Ablauf der Bauarbeiten informiert werden. Dazu soll auch ein vereinfachter Bauzeitenplan im Baubüro in den Königshofkolonnaden ausliegen, so dass sich Jeder über den Baufortschritt informieren kann. Der bisherige Ablauf auf der Baustelle ist vielversprechend. „Das brummt, da ist ständig Aktivität zu sehen und man erkennt auch jeden Tag einen wirklichen Baufortschritt“, sagt Bereichsleiter Jan-Martin Müller. Sicherlich sei so eine  Baustelle vor der Haustür für die Anlieger und vor allem die Gewerbetreibenden in der Innenstadt eine große Belastung. „Das ist uns bewusst“, sagt Müller, „deshalb freuen wir uns auch über Jeden der ins Baubüro in den Königshofkolonnaden kommt, um sich über den Baufortschritt zu informieren und konkrete Fragen zur Erreichbarkeit seines Grundstücks hat.“ Müller bittet aber gleichzeitig um Verständnis dafür, dass niemand auf Zuruf beantworten kann, was genau an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Stunde passiert. Das sei bei keiner Baustelle möglich. Der Firma Rasche liege sehr viel an einem guten Verhältnis zu den Anliegern, sagt Geschäftsführer Wienken: „Wenn da ein Anlieger auf unsere Mitarbeiter zugeht und zum Beispiel mitteilt, er bekomme am nächsten Tag Möbel geliefert und brauche eine freie Zufahrt, dann versuchen wir das selbstverständlich zu ermöglichen. Manchmal helfen meine Mitarbeiter dann auch schon mal, die ein oder andere Kiste zu tragen.“ Dass die Baustelle auch Belastungen mit sich bringt, ist auch Bürgermeister Achim Wilmsmeier bewusst, der sich regelmäßig über den Baufortschritt informiert. Sei es beim Gang durch die Stadt um die Mittagszeit oder bei konkret angesetzten Terminen mit dem Technischen Beigeordneten vor Ort oder auch bei Gesprächen mit Geschäftsführer Johannes Josef Wienken von der Firma Rasche. „Gleich Anfang Juli nach dem Start der Arbeiten in der Paul-Baehr-Straße hatten wir mehrere Anrufe von Anliegern, die nicht mehr auf ihre Grundstücke kamen. Da hat der Bereich Sicherheit und Ordnung schnell reagiert und Ausnahmegenehmigungen zum Parken ausgestellt, worauf es dann auch positive Rückmeldungen per Telefon gab.“ Bei Baustellen in Innenstädten lassen sich solche kurzfristig aufkommenden Probleme nie vermeiden. „Wichtig ist, dass wir dann schnell gute Lösungen für alle finden.“ Am Ende gewinne die Innenstadt deutlich an Aufenthaltsqualität. „Was uns da erwartet, können wir jetzt schon in der Viktoriastraße sehen. Sicher – es gibt auch kritische Stimmen. Aber die positiven Rückmeldungen überwiegen in den vielen Gesprächen, die ich in den vergangenen Monaten geführt habe.“ Wilmsmeier freut sich bereits auf den Zeitpunkt, wenn der Colon mit seinen Schweinen wieder an seinem angestammten Platz in der zentralen Innenstadt steht. Der Schweinebrunnen gehört für ihn wie der Jordansprudel und der Kurpark mit seinen vielen Baudenkmälern zu einem wichtigen Identifikationsmerkmal der Stadt Bad Oeynhausen. Ob der Schweinebrunnen zum Weihnachtsmarkt wieder steht, sei für ihn dabei nicht entscheidend. „Wichtig ist für mich, dass am Ende alles gut wird, und gerade der neu gestaltete Platz am Schweinebrunnen brauche Zeit.“ Anders als bisher steht der Colon mit seinen Schweinen nicht mehr auf einer Erhebung inmitten der Klosterstraße sondern ebenerdig auf der Ebene der Passanten „Wir haben schon viele solcher Brunnenanlagen in Innenstädten gebaut“, sagt Rasche-Geschäftsführer Johannes Josef Wienken und ist sich sicher, dass am Ende das Ergebnis stimmt.