Bad Oeynhausen
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Stadt hebt Einschränkungen bei der Nutzung von Trinkwasser auf

Neue Versorgungsleitung von Porta Westfalica im Regelbetrieb

Die Stadt Bad Oeynhausen hebt die Verordnung zur Nutzung von Trinkwasser auf. Bürgerinnen und Bürger können damit rein formal ab Mittwoch wieder die Gärten bewässern oder Pools befüllen. Möglich ist das vor allem durch die neue Versorgungsleitung, die von Porta Westfalica unter der Weser durch bis zu 1000 Kubikmeter Wasser täglich ins Gebiet der Stadt Bad Oeynhausen bringt. „Ich freue mich, dass die Stadtwerke Bad Oeynhausen die richtige Entscheidung getroffen haben und dass die Leitung nun noch in dieser hochsommerlichen Trockenperiode in Betrieb gehen konnte“, sagt Bürgermeister Achim Wilmsmeier. Wilmsmeier hat die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Nutzung von Trinkwasser in einer Dringlichkeitsentscheidung gemeinsam mit mehreren Ratsmitgliedern aufgehoben. Am Dienstag soll die Aufhebung der Verordnung in einer Online-Ausgabe des Amtlichen Kreistages bekanntgemacht werden. Am Tag darauf ist sie dann auch offiziell außer Kraft. Zusätzlich zur neuen Versorgungsleitung hat auch der Beginn der Sommerferien deutlich zur Entlastung bei der Trinkwasserversorgung beigetragen. „Viele Menschen sind jetzt im Urlaub, so dass allein deshalb der Trinkwasserbedarf schon gesunken ist“, erläutert Wilmsmeier. Das sei ein Effekt, der über die Jahre immer wieder zu beobachten sei. „Ich kann verstehen, dass die Einschränkungen eines vertrockneten Gartens mit schöner Blumenpracht nicht leicht zu verkraften sind. Viele Menschen stecken Energie und Liebe in einen schönen Garten und nun gab es kein Wasser, um ihn zu gießen. Ich möchte mich dafür bedanken, dass die Menschen in Bad Oeynhausen durch umsichtiges Verhalten mitgeholfen haben, die Lage beim Trinkwasser im Griff zu behalten.“ Generell sei dieser zweite trockene Sommer in Folge Anlass genug, über Trinkwasser und seine Nutzung nachzudenken. „Wir haben da eine wertvolle Ressource, mit der wir zu jeder Zeit sorgsam umgehen sollten“ unterstreicht der Bürgermeister. Vielleicht waren die vergangenen Wochen ja ein wertvoller Anstoß, darüber einmal nachzudenken. Wilmsmeier setzt sich dafür ein, dass der Wasserbeschaffungsverband Am Wiehen nun zügig einen neuen Hochbehälter in Bergkirchen baut. „Ich erwarte, dass die Pläne nun schnell auf den Tisch kommen, damit die Bauordnung der Stadt Bad Oeynhausen mit der gebotenen Eile und Sorgfalt eine Baugenehmigung erteilen kann.“ Der neue Hochbehälter biete in Zeiten mit sehr hohem Verbrauch die nötigen Reserven, um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen.

Die Ordnungsbehördliche Verordnung zur Nutzung von Trinkwasser war am 28. Juni 2019 in Kraft getreten. Danach waren Rasensprengen, Blumengießen und das Befüllen von Pools verboten. Bei Verstößen drohten Bußgelder von bis zu 1000 Euro. Bußgelder mussten in den vergangenen Wochen nicht verhängt werden. Die Bürgerinnen und Bürger waren einsichtig, so dass es bei mündlichen Verwarnungen bleiben könnte. In den meisten Fällen, wo Nachbarn einen Rasensprenger gesehen hatten, kam das Wasser aus privaten Brunnenanlagen, deren Nutzung nach wie vor erlaubt war.