Die Stadt Bad Oeynhausen liegt an den Ufern von Werre und Weser und wird umrahmt vom Ravensberger Hügelland und dem Wiehengebirge. Während ca. 50.000 Einwohner in der Stadt und ihren Stadtteilen leben, kommen jedes Jahr rund 95.000 Menschen zu Kur- oder Urlaubsaufenthalten hierher.
Entscheidend für die Gründung von Bad und Stadt waren die um 1745 von den Schweinen des Colons Sültemeyer entdeckten Solevorkommen. Der preußische Staat förderte großzügig die Anlage eines Salzwerkes, das bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts nahe der Werre stand. Von dieser „Königlichen Saline Neusalzwerk" leitete sich zunächst auch der Name der ersten Badeanstalt ab. Diese beruhte eigentlich auf einem Irrtum. Als der Berghauptmann Carl von Oeynhausen (1795-1865) auf dem Gelände des heutigen Kurparks mit Bohrungen begann, hoffte er, Steinsalzvorkommen zu entdecken. Statt dessen stieß er aber nach 15-jährigen Arbeiten im tiefsten Bohrloch Europas auf eine Thermalsolequelle. Das war 1845. Schnell wurden die Möglichkeiten erkannt, mit denen sich diese Quelle für Heilzwecke nutzen ließ. Zunächst nannte sich das entstehende Heilbad „Neusalzwerk bei Rehme".
Nachdem Carl von Oeynhausen seine Pläne zur Anlage eines Bades dem preußischen König vorgetragen hatte, bestimmte Friedrich Wilhelm IV. 1848 die Umbenennung der Badeanstalt zu Neusalzwerk in „Königliches Bad Oeynhausen". Später übernahm die 1860 zur Stadt erhobene Gemeinde den Namen. Daneben erinnert bis heute die aus dem von Oeynhausenschen Familienwappen übernommene Leiter im Stadtwappen an den Namensgeber.
Die Entwicklung, die Stadt und Bad noch im 19. Jahrhundert nahmen, war gewaltig. Der Kurpark wurde nach Plänen des bekanntesten preußischen Gartenarchitekten jener Zeit, Peter Joseph Lenné, angelegt; für den Bau des Badehauses I wurde ein Schüler Schinkels gewonnen. Um den Kurpark herum entstanden stilvolle Häuser eines geho-benen Bürgertums. Diese Villen sowie die architektonisch vielseitige Bebauung des Kurparks brachten der Stadt die Bezeichnung als „Architekturmuseum des 19. Jahrhunderts" ein.
Der Ruf des „Weltbades" Oeynhausen verstummte 1945, als die Stadt Hauptquartier der Britischen Rheinarmee wurde. Zahlreiche Gebäude wurden beschlagnahmt, Einwohner evakuiert und durch Brände litt die historische Bausubstanz. Nach der Freigabe der Stadt 1954 konnte der Kurbetrieb wieder voll aufgenommen werden. Bis heute sind die Kliniken der Stadt - beispielsweise das Herzzentrum Nordrhein-Westfalen, die Gollwitzer-Meier-Klinik oder die Auguste-Viktoria-Klinik - bis weit über die Grenzen Westfalens hinaus bekannt.
Mit der 1973 durchgeführten Gebietsneuordnung schlossen sich die Stadt Bad Oeynhausen und sieben ehemals selbständige Gemeinden des Amtes Rehme, die wie der fast 1250 Jahre alte Ort Rehme auf eine lange Geschichte zurückblicken können, zu einer neuen Kommune zusammen. Die ländlich geprägten Stadtteile spielen mit ihren teilweise noch erhaltenen Fachwerkhöfen, Obstwiesen und Feldern eine wichtige Rolle im Naherholungsangebot. Daneben laden der Museumshof in Bad Oeynhausen sowie das Märchen- und Wesersagenmuseum am Kurpark zum Verweilen ein.
In den letzten Jahrzehnten absolvierte die Stadt mit dem Bau des Energie-Forums Innovation, des Werreparks sowie von neuen Hotels, Kliniken und einer Therme den Aufbruch in das 21. Jahrhundert. Bis zur Übernahme durch die Stadt im Jahre 2004 war Bad Oeynhausen das einzige Staatsbad des Landes Nordrhein-Westfalen.
| Stadtarchiv |
Von-Moeller-Straße 9 |
| |
32545 Bad Oeynhausen |
| Telefon: |
05731/14-3421 |
| Telefax: |
05731/14-1922 |
| E-Mail: |
stadtarchiv @badoeynhausen.de |
Sie waren bereits bei uns zu Gast?
Dann helfen Sie uns Bad Oeynhausen noch attraktiver zu gestalten!
Ihre Meinung zählt!