23.05.17

„Das war jetzt vielleicht etwas am Thema vorbei, aber ich denke, das passte so“

GWD-Manager Horst Bredemeier beim Unternehmerfrühstück

In einem mitreißenden Vortrag hat der Manager des Handball-Bundesligisten GWD Minden, Horst Bredemeier, beim Unternehmerfrühstück der Stadt Bad Oeynhausen tiefe Einblicke in die Geschicke eines Sport-Managers gegeben. video group chat rooms Die Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Oeynhausen hatte Bredemeier zu dem Thema „Was Unternehmer von Sportmanagern lernen können“ eingeladen. Bürgermeister Achim Wilmsmeier begrüßte die rund 40 Gäste des Treffens im Oeynhausen-Saal des Kaiserpalais. „Es freut mich, dass wir mittlerweile einen festen Teilnehmerkreis haben, aber dass auch immer wieder einige neue Gesichter dabei sind“, sagte er zur Begrüßung. Neben den aktuellen Vortragsthemen gehe es vor allem auch darum, untereinander im Gespräch zu bleiben. Wirtschaftsförderer Patrick Zahn gab einen kurzen Überblick über die Person Horst Bredemeier, den er bereits als Kind als Postbote kennengelernt habe und Trainer bei GWD Minden, beim TBV Lemgo, bei TuRU Düsseldorf sowie Trainer der Jugend-Nationalmannschaft und der Nationalmannschaft war. Bredemeier selbst ließ den Funken gleich zum Beginn seines Vortrags überspringen und griff die Begrüßung des Wirtschaftsförderers auf. „Ja, ich war Postbote, und da stehe ich auch zu. Gelernt habe ich vorher Einzelhandelskaufmann in Minden und deshalb konnte ich auch gut reden“, sagte er gleich zu Beginn und brachte die Gäste damit zum Schmunzeln. Danach nahm er die Unternehmerinnen und Unternehmer mit auf eine gut 45-minütige Reise durch die Welt des Profi-Handballs. Nahezu ohne Punkt und Komma. Er habe sich für den Postboten entschieden, weil die Arbeitszeiten im Einzelhandel in den sechziger Jahren wenig komfortabel gewesen seien. „Als Postbote konnte ich mittags auf dem Platz sein oder, “ wie Bredemeier mit einem Grinsen nachsetzt, „im Schwimmbad.“ Sehr schnell sei er dann als Trainer im Profihandball gelandet und übernahm in der Saison 78/79 das Traineramt bei Grün Weiß Dankersen und gilt bis heute als jüngster Vereinstrainer der Liga. Mit dem Profi-Betrieb im heutigen Handball könne man das nicht mehr vergleichen. „Damals war jeder Spieler eine Ich-AG und das Geld gab es teilweise bar auf die Hand, aus Aldi-Tüten in Bündeln ausgezahlt.“ Nach seinen diversen Stationen als Trainer, Berater und Co-Kommentator im Fernsehen ist Bredemeier nun seit 1997 Manager des Bundesligisten GWD Minden – und damit zu einem großen Teil auch Unternehmer. Der Verein sei damals in einer Schieflage gewesen und wir haben dann eine GmbH und Co KG für den Spielbetrieb gegründet, um den Verein von den Schulen zu befreien. „Mir ist es dabei wichtig gewesen, nicht auf einen einzelnen Mäzen zu setzen, denn der könnte sich im schlimmsten Fall irgendwann zurückziehen.“ Stattdessen verfügt GWD Minden über ein breit aufgestelltes Feld an Gesellschaftern und Kommanditisten. Damit fahren wir sehr gut und konnten den Schuldenberg in den vergangenen Jahren nach und nach abtragen. „Und wenn mal einer der Gesellschafter abspringt, ist das leichter zu kompensieren, als wenn sich ein Mäzen komplett rauszieht.“ Was die Führung einer Sport-GmbH angeht, sehe er sich als Unternehmer, erläuterte Bredemeier den Gästen. Da müsse die Anreise zu den Spielen organisiert werden, der Kader geplant werden und in manchen Fällen Ersatz für erkrankte Spieler gefunden werden. „Beim Produkt sieht es dagegen schon wieder ganz anders aus, als bei Ihnen in den Firmen. Das ist bei uns hochemotional und von Woche zu Woche nervenaufreibend“, fasst Bredemeier die heiße Phase eines Spieltages in wenigen Worten zusammen. Beim Produkt könne GWD dann auch oft nur von Woche zu Woche neu planen. Aber rundum müsse dann eben alles stimmen. Da muss nicht nur das Training auf dem Feld organisiert sein, hinzu kommt persönlich angepasstes Krafttraining für jeden einzelnen Spieler und die Auszeit beim Physiotherapeuten. Mit Blick auf das angekündigte Thema des Vortrages ging Bredemeier zum Ende wie im Sport selbstkritisch mit sich ins Gericht: „Das war jetzt vielleicht ein bisschen am Thema vorbei, aber ich denke, das passte so.“ Das sahen auch die Zuhörer und der städtische Wirtschaftsförderer Patrick Zahn so. „Der Vortrag hat sicher viele Parallelen zur alltäglichen Arbeit in vielen Firmen gezeigt“, sagte Zahn. Allein die Rundumbetreuung der Mannschaft mit persönlichem Krafttraining und Physiotherapie knüpfe unmittelbar an das Unternehmerfrühstück vom Spätsommer vergangenen Jahres an, in dem es um die Arbeitswelt von morgen ging. Zahn: „Auch viele Unternehmen müssen sehen, wie sie ihre Fachkräfte durch ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement und teilweise individuell angepasste Arbeitsbedingungen halten kann. Von daher war es überhaupt nicht am Thema vorbei. streaming hardcore sex Das Unternehmerfrühstück organsiert die Stadt Bad Oeynhausen mittlerweile seit drei Jahren in lockerer Folge. Zu den Themen gehörten bisher unter anderem der Fachkräftemangel, die IT-Sicherheit und die Arbeitswelt von Morgen. Neben den Vorträgen will die Verwaltung mit diesen Treffen vor allem aber auch die Kommunikation zwischen Stadt und Unternehmen und der Unternehmen untereinander fördern. adult sex jobs