28.12.16

Bunte Mischung aus neuen Anregungen und bekannten Dauerbrennern

Gut besuchtes Kinderparlament tagt im Rathaus

Mit einem umfangreichen Hausaufgabenzettel sind die Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus der jüngsten Sitzung des Kinderparlaments herausgegangen. 21 Viertklässler waren in den großen Sitzungssaal des Rathauses gekommen, um mit Bürgermeister Achim Wilmsmeier über die Probleme auf dem Schulweg, in der Schule oder in der Freizeit zu sprechen. Neben „Dauerbrenner“-Themen wie Problemen mit den Toiletten in den einzelnen Schulen oder rasenden Autofahrern auf dem Schulweg gab es auch viele neue Fragen, Wünsche und Anregungen. So gab es dieses Mal eine Reihe von Anfragen zum sportlichen Angebot an manchen Schulen. So seien zum Beispiel an manchen Schulen die fest installieren Tischtennisplatten auf den Schulhöfen kaputt. Ganz prekär sei es für Tischtennisspieler an der Grundschule Dehme, brachte es die Viertklässlerin Maria auf den Punkt: „Wir haben eine Million Tischtennisschläger aber nicht einen Ball.“ Hier könne die Stadt nicht direkt unterstützen, machte Bürgermeister Wilmsmeier deutlich. Denn oft seien die Spielgeräte durch die Schule selbst oder durch den jeweiligen Förderverein angeschafft worden. Ähnlich sei das an der Grundschule Volmerdingsen, wie der neunjährige Mattis zu berichten wusste. Da gebe es kaum noch Badmintonbälle. Und woanders gebe es zwar viele Tischtennisbälle aber kaum noch Schläger, was für deutliche Heiterkeit unter den Eltern im Zuschauerraum und bei den Verwaltungsmitarbeitern sorgte. „Vielleicht könnt ihr euch ja mit der Grundschule Dehme kurzschließen, da gibt’s ja eine Million Schläger, wie wir eben gehört haben“, gab der Bürgermeister mit einem Schmunzeln zu bedenken. Mehrere Anregungen gab es auch zu den Ferienspielen, für die sich die Grundschüler unter anderem einen Kettcar-Kurs oder ein Angebot für Inline-Fahrer wünschen. Achim Wilmsmeier musste die Sitzung nach einer Stunde wegen eines schon länger vereinbarten Termins leider früher verlassen. „Ihr habt uns wieder wichtige Anregungen gegeben und gesagt, wo wir mal nachschauen müssen“, sagte er zum Abschied und sagte zu, bis zur nächsten Sitzung des Kinderparlaments vor den Sommerferien die Aufgabenliste zu bearbeiten. Den Rest der Sitzung leitete der Leiter des Bereichs Kinder-/Jugendförderung und Sport Michael Menzhausen. Auch er nahm noch viele Anregungen auf. Dazu zählte zum Beispiel ein Einwand von Gero, der sich eine längere Saison im Sielbad wünscht. Auch ein Thema, dass ohnehin auf der Tagesordnung der Politik steht, haben mehre Kinder verschiedener Schulen mit ins Kinderparlament gebracht. Sie möchten einen Spielplatz in der Innenstadt. Hier verwies Menzhausen auf die Planungen, die da zurzeit laufen. Gerade die Kinder der Altstadt-Grundschule hätten das ja mitbekommen, da sie gemeinsam mit Vertretern eines Planungsbüros einen Rundgang gemacht haben, um zu schauen, wo ein neuer Spielplatz am besten hin sollte. Nach gut eineinhalb Stunden war die Sitzung beendet. Die meisten der Schülerinnen und Schüler werden bei der zweiten Sitzung dieses Schuljahres kurz vor den Sommerferien wieder dabei sein und dann erfahren, welche der Anregungen die Verwaltung umsetzen konnte und welche Probleme sie in Zusammenarbeit mit den Schulen lösen konnte. Die Schüler der weiterführenden Schulen treffen sich im selben Rhythmus im Jugendparlament. Da ist die nächste Sitzung für Mitte Januar angesetzt.