Familie, Jugend, Bildung & Erziehung  –  Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Bundeskinderschutzgesetz in der Kinder- und Jugendarbeit


Inhalt


Intention des Bundeskinderschutzgesetzes

Durch das 2012 in Kraft getretene funny conversation starters texting Bundeskinderschutzgesetz soll der wickedcams Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Kindeswohlgefährdung, Vernachlässigung und Missbrauch verbessert werden.
 
Ziel ist es, insbesondere aufgrund einer Vielzahl bekannt gewordener und teilweise auch spektakulärer Fälle den Kinderschutz effektiver zu gestalten.
 
Dies soll erreicht werden durch
  • die Einrichtung von Netzwerken des Kinderschutzes auf örtlicher Ebene
  • die Stärkung der Erziehungskompetenz der Eltern
  • eine Qualitätsentwicklung und -sicherung bei Trägern der Jugendhilfe im Hinblick auf den Kinderschutz
und 
  • die Verpflichtung der Träger der Jugendhilfe durch Einblick in erweiterte Führungszeugnisse sicherzustellen, dass keine Mitarbeiter/innen beschäftigt werden, die nach einem der in diesem Gesetz aufgezählten Paragraphen des Strafgesetzbuches verurteilt worden sind.
 
Für die Kinder- und Jugendarbeit ist insbesondere dieser letzte Punkt von besonderer Bedeutung. Um den random chat rooms with strangers Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen zu gewährleisten wurde durch das Bundeskinderschutzgesetz der § 72a SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe) entsprechend geändert.
 
Über das Erfordernis der Vorlage erweiterter Führungszeugnisse hinaus soll die Neuregelung dieses Paragraphen aber vor allem auch als uberhorny.com review Anstoß zu einem neuen Verständnis von präventivem Kinderschutz und als ein Teil eines Präventionskonzeptes verstanden werden, das adult sex contacts in der Verantwortung der einzelnen Vereine und Träger liegt.
 
 

Erweiterte Führungszeugnisse auch für Ehren- und Nebenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit

Nachdem es schon länger - seit 2005 - zur Gewährleistung des Tätigkeitsausschluss einschlägig Vorbestrafter erforderlich ist, dass für Hauptamtliche Einsicht in ein erweitertes Führungszeugnis genommen werden muss, wurde neu in § 72a (4) SGB VIII aufgenommen, dass dies jetzt auch für Ehren- und Nebenamtliche gilt. Dies ist insbesondere für die verbandliche und vereinsgebundene Kinder- und Jugendarbeit von Bedeutung, da gerade hier besonders viele Ehren- und Nebenamtliche tätig sind.
 
Dieser Paragraph sieht vor, dass der öffentliche Träger der Jugendhilfe (also das Jugendamt) durch Vereinbarungen mit den freien Trägern der Jugendhilfe (also Jugendverbände, Jugendgruppen, ... ) Vereinbarungen schließen muss. Mit diesen Vereinbarungen sollen sich die freien Träger verpflichten, dass sie keine ehren- und nebenamtlichen Mitarbeiter/innen einsetzen, die rechtskräftig wegen bestimmter Straftaten nach dem Strafgesetzbuchs verurteilt worden sind. (Übersicht der betreffenden Paragraphen, die einen Tätigkeitsauschluss nach sich ziehen)
 
Um dieses sicherstellen zu können, müssen sich die freien Träger deshalb erforderlichenfalls (vgl. dazu die Arbeitshilfen sowie die Anlage zur Vereinbarung im Kreis Minden-Lübbecke) ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis von ehren- und nebenamtlichen Mitarbeiter/innen vorlegen lassen.
 
Im Herbst 2013 fand zu diesem Themenkomplex eine Informationsveranstaltung für die freien Träger der Jugendhilfe im Kreis Minden-Lübbecke unter Beteiligung aller 4 Jugendämter (Kreisjugendamt, Stadtjugendämter Bad Oeynhausen, Minden, Porta Westfalica) statt. Ziel war es, mit den freien Trägern zu dieser Problematik in den Dialog zu treten und möglichst unbürokratisch eine einheitliche, jugendamtsübergreifende Regelung für das gesamte Kreisgebiet zu finden.
(Präsentation zur Infoveranstaltung)
(Vereinbarung im Kreis Minden-Lübbecke für Träger mit Sitz in Bad Oeynhausen)
 

Schritt für Schritt - Arbeitshilfen und Vordrucke für freie Träger der Jugendhilfe

  1. Der Träger/Verein bescheinigt dem/der ehrenamtlichen Mitarbeiter/in die ehrenamtliche Tätigkeit, um von der zuständigen Meldebehörde von der Gebühr befreit werden zu können.
    Bescheinigung zur Beantragung des erweiterten Führungszeugnis (Word-Dokument)

  2. Ist es nicht möglich, da es sich beispielsweise um ein spontanes ehrenamtliches Engagement handelt, das Führungszeugnis rechtzeitig vor Tätigkeitsbeginn vorzulegen, sollte der/die Mitarbeiter/in eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben. Sinnvollerweise kann diese auch um einen sogenannten "Ehrenkodex" ergänzt werden. Das erweiterte Führungszeugnis ist dann bei Vorliegen nachzureichen. Eine solche Selbstverpflichtungserklärung ist auch von Ehrenamtlichen zu unterschreiben, die nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und ihren Wohnsitz nicht ständig in Deutschland haben.
    Selbstverpflichtungserklärung mit Ehrenkodex (Word-Dokument)
    Selbstverpflichtungserklärung für ausländische Ehrenamtliche (Word-Dokument)

  3. Das erweiterte Führungszeugnis wird dem/der Mitarbeiter/in zugesandt, der/die es anschließend dem Träger vorlegt. Wer dort Einsicht in das Führungszeugnis nimmt, regelt der Träger selbst. Es empfiehlt sich, auch im Hinblick auf den Datenschutz, dass es diejenige Person ist, welche die Vereinbarung mit dem Jugendamt unterzeichnet hat. Die Einsichtnahme muss dokumentiert werden. Das Zeugnis soll bei Vorlage nicht älter als 3 Monate sein und spätestens nach 5 Jahren ein aktuelles angefordert werden. Der/die Mitarbeiter/in nimmt das Zeugnis nach Einsicht wieder an sich. Es darf nicht beim Träger verbleiben.
    Wichtige Informationen zur Einsichtnahme und zum Datenschutz
    Dokumentation der Einsichtnahme (Word-Dokument)
    Beispiel für eine Übersichtsliste mit Wiedervorlage eingesehener Führungszeugnisse (Excel-Tabelle)


Präventionskonzepte, Materialien und Fachberatungsstellen

Prätect - ein Modellprojekt des Bayerischen Jugendrings zur Prävention sexueller Gewalt in der Kinder- und Jugendarbeit
 
Kinder schützen - eine Information für ehrenamtliche Gruppenleiter/-innen und Mitarbeiter/-innen in der kirchlichen Kinder- und Jugend(verbands)arbeit
 
Schweigen schützt die Falschen! Handlungsleitfaden für Vereine . vorsorgen - erkennen - handeln. (Hrsg. vom Landessportbund NRW)
Auch für Nichtsportvereine interessant!
 
Wer hilft mir wenn ich helfen will? Eine Hilfestellung für Ehrenamtliche in der Kinder- und Jugendarbeit im Kreis Minden Lübbecke
 
http://sichere-orte-schaffen.de/
Schutz vor sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit - ein Modellprojekt mit einer umfangreichen Materialsammlung
 
Fachberatungsstellen Kreis Minden-Lübbecke
 
Wildwasser Minden e.V.
Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt
Weberberg 2
32423 Minden
' 0571/ 876 77
 
mannigfaltig Minden-Lübbecke e.V.
Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt an und von Jungen
Simeonstraße 20
32423 Minden
' 0571 / 889 26 84