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Klimaschutzkonzept


Überblick


Ausgangssituation

In Bad Oeynhausen wurde 1996 ein Gesamtenergiekonzept mit einer Energie- und Emissionsbilanz (1995) erarbeitet. Weite Teile des Konzeptes wurden umgesetzt. So wurde ein zentrales Energiecontrolling und –management eingeführt, die Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung ausgebaut, ein prämienbasiertes Energiesparprojekt an Schulen eingeführt und eine freiwillige Selbstverpflichtung zur Niedrigenergiebauweise beschlossen.
 
Zur Energie- und Emissionsbilanz entwickelten die Gutachter ein Trend- und ein Sparszenario ( tijuana personals erheblich verstärkte Anstrengungen zur Energieeinsparung und CO2-Minderung). Hinsichtlich des städtischen Eigenverbrauchs konnte die Stadt die Zielsetzung des Sparszenarios übertreffen. Für die bisher nicht fortgeschriebene gesamtstädtische Bilanz sollte einschließlich des hinzukommenden Sektors Verkehr eine aktuelle Bilanz aufgestellt und die Entwicklung analysiert werden.
 
In Vorbereitung des Förderantrages wurde unter aktiver Beteiligung der relevanten städtischen Bereiche und Gesellschaften ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der im Konzept bewertet, ergänzt und priorisiert werden soll.
 
Die Beschlussfassung zur Förderantragstellung erfolgte einstimmig im Ausschuss für Stadtentwicklung am 03.12.2008.

Zielsetzung

Mit der Mitgliedschaft im Klima-Bündnis/Alianza del Clima e.V. hat sich die Stadt Bad Oeynhausen ehrgeizigen Zielen zum Klimaschutz verpflichtet.
 
Im Rat der Stadt wurde am 12.12.2007 als eines der strategischen Ziele einstimmig beschlossen: free online videochat Wir wollen Bad Oeynhausen als umweltfreundliche Stadt weiterentwickeln und den kommunalen Klima- und Hochwasserschutz vorantreiben.
 
Der bisherige Schwerpunkt der seitens der Stadtverwaltung initiierten Klimaschutzaktivitäten lag im direkt zu beeinflussenden internen Bereich. Diese Aktivitäten sollen auch im Sinne einer langfristigen Haushaltskonsolidierung weiterentwickelt werden. Um die lokal und global gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen, müssen die Aktivitäten im Bereich der privaten Haushalte, Gewerbe/Industrie und Verkehr deutlich verstärkt werden.
 
ImKonzept wurden auf Basis einer aktuellen Bilanz Potentiale analysiert und der Maßnahmenkatalog der Stadt ergänzt. Die Handlungsempfehlungen wurden nach Klimaschutzeffekt, Kosten/Aufwand, Energiekosteneinsparung und regionaler Wertschöpfung bewertet.
 
Durch einen partizipativen Erstellungsprozess wurden Akteure auch außerhalb der Verwaltung zum Klimaschutz motiviert und eingebunden, auch mit der Zielsetzung ein möglichst dauerhaftes Engagement  in dem sich anschließenden Umsetzungsprozess zu erreichen.

Maßnahmen

Das Konzept baut auf dem 1996 erarbeiteten Gesamtenergiekonzept auf und die Energie- und Emissionsbilanz von 1995 wurde um den Sektor Verkehr ergänzt und fortgeschrieben. Die aktuelle CO2-Bilanz wurde mit dem Software-Tool ECO2-Region (Empfehlung Klima-Bündnis) erstellt und sichert so eine effiziente eigenständige Fortschreibbarkeit.
 
Durch aktive Einbindung und begleitende Information relevanter Akteure und der Politik wird ein breites Fundament für umsetzungsorientierte Klimaschutzarbeit angestrebt. Der partizipative Erarbeitungsprozess wird in einen konstruktiven Umsetzungsprozess geleitet werden.

Akteure

Verwaltungsintern sind bereits in der Antragsvorbereitung die Bereiche Finanzen, Stadt- und Verkehrsplanung, Bauordnung, Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, der Fachbereich Jugend, Soziales und Schulen sowie der Eigenbetrieb Staatsbad, die Stadtwerke Bad Oeynhausen (AöR) und die Städtische gemeinnützige Heimstätten-Gesellschaft mbH einbezogen worden.
 
Die lokalen Energieversorger Gasversorgung Westfalica GmbH, E.ON Westfalen-Weser AG und Nahwärme Bad Oeynhausen-Löhne GmbH wurden in die Erstellung des Konzeptes eingebunden.
 
Die Erstellung wurde durch einen Beirat begleitet. Hinsichtlich der angestrebten Umsetzungsbeschlüsse wurden die Fraktionen und politischen Gremien kontinuierlich informiert und eingebunden.
 
Über Workshops und Interviews sind Akteure und Multiplikatoren u.a. aus den Bereichen Bauen (Planung/Handwerk/Handel), Finanzen (Banken/Sparkassen), Berufsverbände, Dienstleistung/Gewerbe/Industrie (z.B. Kliniken) sowie engagierte Einzelpersonen, Vereine und Kirchen beteiligt worden.

Zwischenbericht

Am 09. Februar 2010 wurde der Zwischenbericht zum integrierten Klimaschutzkonzept im Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Hochwasserschutz der Öffentlichkeit vorgestellt.

Endbericht

 
Im Ausschuss für Klima-, Umwelt- und Hochwasserschutz wurde am 23.11.2010 der Entwurf zum Endbericht  vorgestellt.
 
Der Rat hat am 15.12.2010 die Umsetzung des Konzeptes (Download - 29,1 MB) beschlossen.

Auszeichnung als bundesweites Praxisbeispiel

 
Das Deutsche Institut für Urbanistik (DIfU) hat Anfang 2012 die Broschüre "Erfolgreich CO2 sparen in Kommunen"  herausgegeben. 
 
Das Klimaschutzkonzept der Stadt Bad Oeynhausen wird in diesem Praxisleitfaden als eines von 20 bundesweiten Best-Practice-Beispielen zum Klimaschutz vorgestellt. 
 
Die Broschüre können Sie hier herunterladen:(Download - 3,59 MB).